Vergleiche

Wenn man eins nicht machen sollte, dann ist es Kinder miteinander zu vergleichen. Das bringt nämlich rein gar nichts und erzeugt lediglich einen unnötigen Leistungsdruck für einen selbst und natürlich für das Kind. Kann dein Kind das schon? Mein Kind kann das schon! Was, dein Kind kann das schon? Dafür kann mein Kind das schon! Immer wieder hört man solche Gespräche unter Müttern, was aber auch irgendwie ganz natürlich zu sein scheint.

Seit ich zwei Kinder habe vergleiche ich unheimlich gerne meine eigenen Kinder miteinander. Und so ähnlich sie sich optisch auch sein mögen, so unterschiedlich sind sie in ihrem Wesen und in ihrer noch kleinen Persönlichkeit.

Leon, 5 Monate alt

Das fing schon in der Schwangerschaft an. Die Schwangerschaft mit Leon war geladen mit Komplikationen, Sorgen, Ängsten und Problemen, die Schwangerschaft bei Frindy lief einfach so nebenher, keine Probleme nur wenig Beschwerden – unterschiedlicher hätten die beiden Schwangerschaften nicht verlaufen können. Genauso weiter ging es dann bei der Geburt, die eine traumatisch und anstrengend, die andere hingegen war ein Spaziergang… So könnte man nun behaupten so wie die Schwangerschaften und die Geburten verlaufen sind, so sind auch die Kinder. Leon mit der schweren Schwangerschaft und Geburt war auch in seinem Wesen schwieriger als Frindy (vergleichen kann ich bisher nur die ersten 5 Monate). Was Leon beispielsweise heute mit über 2 Jahren noch immer vereinzelt Nächte hat wo er nicht durchschläft und auch mal noch ne Milch benötigt, schläft Frindy von Anfang an durch – abends gegen 22.00 Uhr gibt es die letzte Pulle und die nächste will er erst wieder am nächsten Morgen gegen 9.00 Uhr. Auch das Einschlafen verläuft bei den beiden völlig unterschiedlich, Leon musste ich lange begleiten, in den Schlaf wiegen, rumtragen, singen, streicheln…

Frindy, 5 Monate alt

Frindy leg ich in sein Bettchen und es dauert nicht lange und er schläft. Zwar hatte er die letzten Tage mal so ne Angewohnheit mit seinem Schnuller, aber das schien nur ne Phase gewesen zu sein. Auch was das Schreien, Quängeln und Meckern betrifft ist Frindy ein super zufriedenes Kind, lacht viel, meckert wenig und ist verdammt ruhig. Er spielt gerne alleine mit seinen Sachen in seinem Laufstall und ich kann meine Arbeit machen und mit Leon spielen. Der wiederum war in dem Alter echt ne Herausforderung, wollte nur auf den Arm, man durfte ihn nicht ablegen, hat viel geweint und litt unter extreme Koliken. Allgemein scheint mir Leon der temperamentvollere von beiden zu sein, wobei ich das wohl auch erst wirklich beurteilen kann, wenn Frindy noch ein wenig älter ist.

So bin ich überhaupt neugierig was die weitere Entwicklung im Vergleich so alles mit sich bringt, der erste Zahn, krabbeln, laufen lernen, sprechen lernen und all die Abenteuer die man mit seinen Kindern erlebt. Bleiben sie so unterschiedlich wie sie im Moment zu sein scheinen oder nähern sie sich irgendwann an und verfolgen die selben Interessen. ich bin gespannt und werde bestimmt wieder davon berichten.

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