Besuch beim Kinderarzt

Heute war es mal wieder soweit, ein Besuch beim Kinderarzt stand an! Nix aufregendes, nix spektakuläres, der Zwerg bekam heute seine zweite Impfung. Irgendwie schaffte Frindy es aber auch einen solch gewöhnlichen Kinderarztbesuch zu einem einzigartigen und besonderen Erlebnis sowohl für die Ärztin als auch für mich werden zu lassen. Frindy ist ja unser kleiner Strahlemann, dafür ist er ja bestens bekannt, egal wer vor ihm steht, der kleine Mann ist immer am Lachen und Flirten. Heute allerdings waren wir uns sicher, dass ihm das Lachen schon noch vergehen wird, denn wer findet es schon lustig gepiekst zu werden? Frindy hingegen scheint da anders zu sein, denn was da passierte wollten wir selbst nicht glauben:

Die erste Spritze – Frindy schaut verwirrt, verzieht aber keine Miene! Tapferes Kerlchen dachten die Ärztin und ich…

Die zweite Spritze – Ärztin setzt die Nadel an, sticht zu und was macht Frindy? Der fängt lauthals an zu lachen, als hätte ihm die Ärztin am Bein gekitzelt

Kaum zu glauben, aber wahr!

Kaum zu glauben aber wahr könnte man allerdings auch von den elend langen Wartezeiten behaupten die man so im Wartezimmer verbringt. Trotz Termin ne geschlagene Stunde!!! Aber ok, so ist das halt, gute Ärzte sind gefragt und schließlich will ich ja auch, dass wenn ich dran bin mit meinem Kind, dass die Ärztin sich dann so viel Zeit nimmt wie wir benötigen und nicht nach 5 Minuten weiter muss weil der nächste Patient wartet, ich aber noch offene Fragen habe. Interessant finde ich immer was man da dann so im Wartezimmer beobachten kann. Zeitschriften lesen kann man ja nicht wirklich, denn die sind meist schon fast älter wie man selbst. Bücher sind meist auch nicht vorhanden, es sei denn man steht auf Kinderbücher. Frindy jedenfalls lag zufrieden in seinem MaxiCosi und spielte mit seinem Würfel. Die meisten Kinder spielen recht freundlich vor sich hin, ab und zu wird dann auch mal getreten, gebissen und an den Haaren gezogen, so auch heute zwei Mädchen die sich um einen Puppenwagen stritten. Und was machen die Eltern? Gucken lachend bei zu und finden es auch noch amüsant dass eine bereits ein loses Haarbüschel in der Hand hielt während die andere schrie vor Schmerzen. Kinder müssen das unter sich ausmachen, hörte ich aus der Ecke der Mütter…

Es gibt aber auch andere Kinder. Süße kleine Mäuse, die von einem Stuhl zum anderen watscheln (mit nem geschätzen Jahr würde ich das nämlich noch nicht als laufen bezeichnen) und Jedem anbieten aus ihrer Prinzezzin Lillifee Flasche ihren Tee zu probieren. Wie gut dass Leon nicht dabei war, der hätte das Angebot nämlich dankend angenommen und erst mal die komplette Flasche abgepumt.

Am faszinierenden fand ich allerdings den Jungen der mir gegenüber saß. Da er nicht wirklich größer war als Leon und auch was das Sprechen betrifft nicht viel weiter war in der Entwicklung, schätze ich ihn mal auf höchstens 3 Jahre. Der bekam von dem ganzen Hin und Her im Wartezimmer mal rein gar nichts mit, da er völlig vertieft und fast schon apathisch auf das Display seiner Nintendo DS starrte. Die Mutter, die daneben saß war mit ihrem Handy beschäftigt und bekam ebenfalls nichts mit, so dass die Arzthelferin geschlagene 3 mal den Namen aufrufen musste, bis die zwei endlich mal kapiert haben dass sie dran sind. Dem Jungen kann man es ja nicht mal wirklich verübeln, denn der hätte es wahrscheinlich auch so nicht begriffen.

Ich jedenfalls finde es sehr erschreckend, dass ein dreijähriges Kind bereits so ein Ding besitzt und scheinbar unbegrenzt damit spielen darf. Wahrscheinlich weiß der arme Kerl nicht mal wie es ist mit anderen Kindern zu spielen und Spaß zu haben, da er den ganzen Tag Zuhause vor dem Ding sitzt. Traurig, traurig – aber wahr.

2 Kommentare zu „Besuch beim Kinderarzt“

  1. Als ich mit meinem Sohn (eewig her) beim Impfen war und er hat nicht geheult, wurde gesagt „was macht diese schreckliche Mutter schlimmes mit dem Kind, dass es beim Impfen nicht mal schreit?“ Echt kein Witz. Dabei hatte ich es ihm einfach kindgerecht erklärt, damit kann man gar nicht früh genug anfangen. Und ängstliche Mütter machen ängstliche Kinder!;-)

  2. Ok, ich denke, dass man einem nicht mal 6 Monate alten Baby da nicht wirklich anfangen braucht was zu erklären 😉 aber ansonsten denk ich auch dass das schon viel bringt.

    Unser Mini-Pascal ist halt allgemein ein Lachfratz und fand das halt witzig geimpft zu werden. Die Ärztin fand es auch witzig und hat dann direkt mitgelacht.

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