Freitag , 18 August 2017
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Maxi Cosi Tobi vs. Römer King Plus – Mein erster Eindruck


Nichts ist uns auf dieser Welt auch nur annähernd so wichtig wie das Leben unserer Kinder, daher sind wir besorgt um ihre Sicherheit und tun unser bestes um ihnen diese zu gewährleisten. Autokindersitze

sind für mich so ein Punkt wo Optik und Preis in meinen Augen keine Rolle spielen, sondern einzig und allein der Aspekt Sicherheit ist hier ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.

In der Klasse I, 9-18kg, die geeignet sind für Kinder zwischen 9 Monaten und 3,5 Jahren durfte ich bereits Erfahrungen mit zwei verschiedenen und wie ich finde auch völlig unterschiedlichen Autositzen sammeln. Zum einen hatten wir bei unserem Großen den Maxi Cosi Tobi, von dem wir anfangs zwar begeistert zum Schluss allerdings nicht wirklich zufrieden gestellt waren, zum anderen haben wir nun für unseren Kleinen den Römer King Plus gekauft.

Da wir den Römer King Plus erst seit wenigen Tagen in Gebrauch haben möchte ich meinen Vergleich der beiden Sitze wirklich nur auf den ersten Eindruck und die erste Handhabe beziehen, da ich ansonsten über den Römer King Plus noch nicht viel sagen kann.

Der Maxi Cosi Tobi ist, wenn man sich die Preise auf Amazon anschaut, mit EUR 228,99 der teurere von den beiden Sitzen, auch wenn der Römer King Plus mit EUR 215,00 nur unwesentlich günstiger ist. Beide Sitze schneiden in diversen Tests, die vor allem die Sicherheit betreffen mit dem Ergebnis gut ab. Man sollte also davon ausgehen, dass sich die Vor- und Nachteile der beiden Autositze in etwa aufwiegen.

Beginnen wir mit dem Einbau. Beide Sitze werden mit dem Dreipunktgurt des Autos im Wagen befestigt, zudem verfügen beide Sitze über ein Gurtspannungssystem, welches einen festen Sitz im Auto garantiert, was auch in beiden Fällen wirklich zutreffend ist. Einfacher einzubauen ist definitiv der Maxi Cosi Tobi, wo man den Einbau gegebenenfalls auch ohne Anleitung durchführen kann. Beim Römer King Plus hingegen ist man ohne die Bedienungsanleitung völlig aufgeschmissen. So ist die Gurtführung beim Römer King Plus nicht um den Sitz herum, sondern durch den Sitz durch, wofür man den Sitz zunächst einmal entriegeln und vorklappen muss. Hat man den Sitz dann jedoch montiert, sitzen wirklich beide Autositze bei richtiger Handhabung bombenfest.

Beide Sitze haben ein 5-Punkt-Gurtsystem für den optimalen Halt, welche jeweils höhenverstellbar sind und demnach mit dem Kind mitwachsen. Will man das Kind nun in die jeweiligen Sitze reinsetzen stellt man beim Römer King Plus schnell fest dass das Kind auf den Gurten sitzt und man die Gurte zunächst einmal unter dem Kind hervor holen muss. Das kann einem beim Maxi Cosi Tobi nicht passieren, da die Hosenträgergurte nach oben wegstehen, was einem das Reinsetzen des Kindes wirklich sehr erleichtert. Zudem hat der Maxi Cosi Tobi eine Art Ampelsystem am Verschluss, welches auf grün springt, wenn das Kind fest genug angeschnallt ist. Hier muss man allerdings dazu sagen, dass in den seltesten Fällen die “Ampel” immer noch auf grün steht wenn man nach der Fahrt das Kind aus dem Sitz holt, die Gurte scheinen sich also während der Fahrt etwas zu lockern.

Was den Sitzkomfort angeht, so spricht in meinen Augen alles für den Römer King Plus. Auch wenn dieser für eine sehr enge Kopfstütze bekannt ist, so kann ich dieses Gerücht absolut nicht bestätigen. Der Kopfumfang meines Sohnes liegt über der 97% Perzentile, was bedeutet, dass 97% der Kinder im Alter meines Sohnes einen kleineren Kopf haben wie er, dennoch hat er in der Kopfstütze noch ausreichend Platz und wird nicht eingeengt. Der Platz im Maxi Cosi Tobi war hier deutlich geringer. Auch was den Platz im Rest des Sitzes angeht, so ist im Römer King Plus deutlich mehr Platz, im Maxi Cosi Tobi wirkte ein schweres Kind schnell mal beengt.

Auch wenn man den Römer King Plus nur in 4 verschieden Sitz- und Liegepositionen verstellen kann, wo der Maxi Cosi Tobi 5 verschieden Positionen bietet, ist die niedrigste und sozusagen die Schlafposition des Römer King Plus deutlich geneigter als die des Maxi Cosi Tobi. Man braucht sich im Römer King Plus überhaupt keine Gedanken darüber machen dass der Kopf des schlafenden Kindes eventuell nach vorne kippen könnte. Beim Maxi Cosi Tobi hingegen erinnert die niedrigste und somit die Schlafposition doch noch mehr an sitzen als an liegen.

Beim Abschnallen des Kindes und lockern des Gurtes funktioniert das beim Maxi Cosi Tobi voll automatisch. Sobald der Verschluss auf dem Sitz aufliegt lassen sich die Gurte lockern. Beim Römer King Plus muss hier bei der Gurtführung zunächst eine Entriegelung gedrückt werden. Da wir beim Maxi Cosi Tobi die Erfahrung gemacht haben, dass diese Automatik schon nach kurzer Zeit nicht mehr funktioniert und der Gurt geklemmt hat erachte ich die Variante vom Römer King Plus hier momentan als sinnvoller. Zudem ist die Vorrichtung des Verschlusses beim Maxi Cosi Tobi aus Kunststoff und ermöglicht Kekskrümeln einen sehr leichten und schnellen Weg ins Innenleben des Sitzes. Beim Römer King Plus ist die Vorrichtung mit vom Sitzbezug umzogen, so dass es hier den Eindruck macht als hätten es Kekskrümel etwas schwieriger ihren Weg nach innen zu finden.

Alles in allem ist der Maxi Cosi Tobi zwar was den Einbau und auch das Reinsetzen des Kindes betrifft um einiges komfortabler als der Römer King Plus, zumindest aus Sicht der Mutter. Allerdings verbringt das Kind die meiste Zeit im und mit dem Sitz, welches im Römer King Plus doch um einiges komfortabler sitzt als im Maxi Cosi Tobi. Immerhin werden Kinder auch älter und wachsen, was im Maxi Cosi Tobi schnell mal mit einem Platzproblem enden kann. Zwar ist auch hier die Altersangabe bis ca. 3,5 Jahre, wir mussten aber unserem 2,5jährigen Sohn, der bei 15kg Körpergewicht liegt bereits einen neuen Sitz kaufen, da der Platz im Maxi Cosi Tobi einfach zu eng wurde. Im Römer King Plus seines kleinen Bruders könnte er allerdings noch gut eine Weile verbringen.

Bilder: Amazon.de

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Ein Kommentar

  1. Habe eine kurze Frage: Machen die in manchen Autos in der Rückbank integrierte Kindersitze überhaupt sinn? Oder sollte man sich als Sicherheits-Bewusster Vater oder Mutter lieber für vernünftige Kindersitze entscheiden? Mein Bruder beispielsweise hat keine Kindersitze. Er benutzt die in seinem Audi A6 integrierte Kindersitze.
    Meiner Meinung nach ist das nicht sicher genug.

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