Mittwoch , 26 Juli 2017
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Ritterstern (Amaryllis) – Von der Knolle bis zur Blüte


Weihnachtszeit ist Amaryllis-Zeit, wobei das ja nun auch nicht ganz richtig ist, denn die hierzulande genannte Amaryllis heißt ja in Wirklichkeit Ritterstern. Aber nun gut, ob nun Amaryllis oder Ritterstern, viele möchten die kraftvoll blühende Schönheit gerne zu Weihnachten in ihren Wohnzimmern stehen haben. Da gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten, die einfachste ist wohl einfach eine gepflanzte Amaryllis zu kaufen, deren Blütenstiele bereits fortgeschritten sind und deren Entwicklung nichts mehr im Weg steht. Die andere Möglichkeit ist die Amaryllis vom letzten Jahr zu übersommern und aus der Knolle/Zwiebel erneut eine schöne Blüte zu ziehen.

Ich habe mir vor genau drei Wochen bei Lidl eine Amaryllis-Zwiebel gekauft, ein passender Topf mit Untersetzer sowie die rcihtige Erde waren direkt schon dabei, sie musste also nur noch eingepflanzt werden. Natürlich informierte ich mich erst nach dem Pflanzen wie man das richtig macht und pflanzte die Amaryllis-Zwiebel nach Gefühl, was jetzt nicht ganz falsch gewesen zu sein scheint.

Zunächst einmal befüllte ich das Pflanzgefäß zu einem Drittel mit Erde und setzte dann die Zwiebel mit ihren Wurzeln oben drauf. Anschließend füllte ich den Rest des Topfes ebenfalls um die Zwiebel herum mit Erde auf, bis nur noch der Hals der Amaryllis-Zwiebel oben raus schaute. Im Nachhineien erfuhr ich dass man wohl am besten ein Drittel oben rausschauen lässt, aber nun war sie bereits gepflanzt, also ließ ich das Ganze so.

Nun goss ich von oben einmal kräftig an, mit gefiltertem Wasser welches Zimmertemperatur hatte, so dass die Erde einmal komplett feucht war und kein Wasser im Untersetzer stand. Nun ab ans Fenster und abwarten was passiert.

Amaryllis Zwiebel frisch gepflanzt

Die Amaryllis steht bei mir am Küchenfenster welches nord-östlich ausgerichtet sind, die Raumtemperatur liegt dort zwischen 18 und 22 Grad.

1. Woche

Nach der ersten Woche konnte man noch nicht so viel Fortschritt erkennen, außer dass die kleinen Spitzen die aus der Knolle herausschauten nun nicht mehr weiß waren sondern grün. Gewachsen ist die Amaryllis in der ersten Woche allerdings noch nicht. Gegossen habe ich in der ersten Woche auch nicht mehr, da ich gelesen hatte, dass man die Amaryllis erst wieder gießen soll, wenn die Blütenstängel ca. handbreit aus der Zwiebel rausgewachsen sind. Allerdings drehte ich die Amaryllis einmal um 180 Grad, damit sie wohl extrem zum licht wachsen soll.

2. Woche

Nach der zweiten Woche zeigte sich ein deutlicher Fortschritt. Die Blätter der Amaryllis sind nun bereits über eine Handbreite hoch gewachsen und auch die beiden Blütenköpfe sind deutlich zu erkennen und eine Hand breit hoch gewachsen. Entsprechend wurde nach 2 Wochen die Amaryllis das erste Mal wieder gegossen, von unten, mit temperierten Wasser, von der Menge einmal der Untersetzer voll.

Amaryllis nach 2 Wochen

3. Woche

In der 3. Woche ist die Amaryllis extrem gewachsen, ich musste sie in dieser Woche täglich um 180 Grad drehen, da sie wirklich extrem in Richtung Licht wächst. Auch diesmal wurde sie am Ende der 3. Woche wieder gegossen, einmal den Untersetzer voll. Es war schön zu beobachten, dass sie im Gegensatz zur Woche davor, das Wasser relativ schnell leer gesaugt hatte.

Amaryllis nach 3 Wochen

4. Woche

In der 4. Woche hat meine Amaryllis in der Höhe ungefähr um das doppelte zugelegt, es ist der Wahnsinn, wie schnell die Pflanze wächst. Auch in dieser Woche hat sie nur einmal einen Untersetzer voll mit Wasser bekommen, die Erde fühlt sich von oben allgemein komplett trocken an, aber scheinbar ist die Wassermenge komplett richtig für den Ritterstern.

Die erste Blüte scheint sogar schon aufzugehen, jedenfalls sieht es schwer danach aus. Ich bin sehr gespannt ob sie dann an Weihnachten noch blüht wenn sie jetzt schon loslegt.

Woche 5

Auf den Tag genau 5 Wochen sind nun vergangen seit ich die Zwiebel meines Rittersterns / meiner Amaryllis gepflanzt habe und was soll ich sagen, die Amaryllis überraschte mich in dieser Woche mit unheimlich schönen Blüten. Zwar stand damals auf der Verpackung, dass sie eine rote Blüte haben wird, nun ist sie aber rosa, was ich prinzipiell aber nicht schlimm finde.

Insgesamt hat die Amaryllis zwei Blütenstiele mit jeweils vier wunderschönen Blüten. Auch in dieser Woche hat sie wie auch in den vergangenen Wochen einmal einen Untersetzer voll mit Wasser bekommen. Da die Amaryllis in dieser Woche umgezogen ist vom Küchenfenster (Nord-Ost) auf eine Fensterbank im Wohnzimmer (Süd-Ost) und es im Wohnzimmer generell etwas wärmer ist als in der Küche werde ich in Zukunft schauen müssen, ob die Wassermenge auch weiterhin reicht – schließlich will ich die Blüte so lange wie möglich erhalten.

Fazit

Alles in allem ist es nicht schwer die Zwiebel einer Amaryllis innerhalb von kurzer Zeit zum blühen zu bekommen, bei mir ht es ziemlich genau 5 Wochen gedauert vom Pflanzen bis zur Blüte. Nach dem Pflanzen habe ich die Amaryllis einmal kräftig von oben angegossen, so dass die Erde einmal komplett feucht war, dann wurde sie erst mal nicht mehr gegossen bis die Blütenstiele circa eine Hand breit hoch gewachsen waren – das war nach 14 Tagen der Fall. Von nun an bekam die Amaryllis einmal pro Woche einen Untersetzer voll Wasser, wichtig ist es die Amaryllis von unten zu gießen, dass sich die Wurzeln zwar das Wasser ziehen können, die Zwiebel an sich aber trocken bleibt, sonst besteht die Gefahr, dass die Zwiebel fault. Nach nicht ganz 5 Wochen öffneten sich die Blüten und strahlen nun in voller Schönheit, pünktlich zum 1. Advent. Ich hoffe dass sie bis Weihnachten durchhält, dass wir uns auch zum großen Fest noch an ihr erfreuen können.






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2 Kommentare

  1. Toller Artikel. :)

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