Donnerstag , 14 Dezember 2017
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Orchidee zieht um ins Orchitop


Als Orchideen-Anfängerin sind meine Orchideen nicht unbedingt im besten Pflegezustand. Weiche und hängende Blätter, nur wenige Blüten und das auch nur für kurze Zeit und die Wurzeln machen auch nicht den besten Eindruck. Nachdem ich mir sagen ließ, dass ich zu den wenigen Menschen gehöre, die ihren Orchideen scheinbar zu wenig Wasser gibt, begann ich letzte Woche damit meine Orchideen zu tauchen, in der Hoffnung, dass sie dann bald wieder saftig grüne Blätter sowie Wurzeln bekommen und sich dafür mit schönen Blüten bedanken.

Dass man da nach einer Woche noch keinen großen Fortschritt merken kann ist klar, wobei ich mir schon einbilde, dass die Orchidee, die ich zusätzlich in frisches Orchideensubstrat von Seramis gepflanzt habe schon erste Anzeichen der Besserung zeigt. Das kann natürlich auch schlicht daran liegen, dass das Substrat nun wieder schön frisch aussieht und die Orchidee gerade und fein säuberlich im Topf sitzt.

Nun habe ich allerdings ein weiteres Sorgenkind, die Orchidee nämlich, die absolut im besten Pflegezustand war, daran fest gemacht, dass sie feste und saftig grüne Blätter hat, dazu noch blüht und frische Knospen bildet, hat seit dem Tauchen vor einer Woche nun bereits 5 Knospen vorzeitig abgeworfen.

Dass eine Orchidee Knospen abwirft kann verschiedene Ursachen haben, hab mich da mal ein bisschen schlau gemacht. Zum einen kann es natürlich an falscher Pflege liegen, zu wenig Wasser, zu viel Wasser, zu wenig Luftfeuchtigkeit oder falsche Lichtverhältnisse – zu wenig Licht, zu wenig Frischluft. Da diese Orchidee nun seit einem Jahr an genau diesem Platz steht und bis aufs tauchen letzte Woche immer die gleiche Pflege erhielt und so etwas vorher noch nie gemacht hat, war mein erster Gedanke, dass es mit dem Tauchen zusammen hängt, so wirklich vorstellen kann ich mir das aber eigentlich nicht.

Also recherchierte ich weiter stellte fest, dass es daran liegen kann dass meine Orchidee den Herbst “riecht” – sprich der Ethylengehalt in der Luft ist zu hoch und Ethylen in der Luft sagt Orchideen ganz klar, der Herbst ist da und da sie zur Arterhaltung blühen und nicht um uns zu gefallen bilden sie im Herbst keine Blüten mehr weil da auch keine Insekten mehr kommen um sie zu bestäuben. Ethylen ensteht in der Luft durch das Absterben oder Verbrennen von organischen Materialen wie zum Beispiel Schnittblumen, Fruchtschalen, Kerzen, Tannäste, Zigarettenrauch und solche Sachen. Alles in allem, hab ich aber echt keine Ahnung woran es nun an meiner Orchidee liegt.

Da kam mir der Vorschlag von Orchitop wirklich sehr gelegen mal ein Orchitop zu testen, denn in einem Orchitop soll man wohl jede Orchidee gesund zum blühen bringen.

Was ist ein Orchitop?

Der Name Orchitop ist eine Ableitung von Biotop und das speziell für Ochideen entwickelte Pflanzgefäß soll das perfekte Zuhause für Aufsitzer-Pflanzen sein. Das Orchitop ist kein geschlossener Topf, sondern eine offene Konstruktion, deren Seitenwand aus einzelnen kleinen Stäben besteht. Im Orchitop sollen die Wurzeln und das Substrat genügend Luft und Sauerstoff bekommen und durch die offene Konstruktion haben die Wurzeln zudem die Möglichkeit nach Belieben zu wachsen und sind nicht in einem Topf eingesperrt. Mit dem passenden Untersetzer kann man außerdem bei der Bewässerung eigentlich nichts mehr falsch machen, denn im Orchitop gießt man weder von oben noch taucht man die Orchidee, sie wird im Orchitop von unten über den Untersetzer bewässert. Also der perfekte Orchideentopf sowohl für Profis als auch für Anfänger.

Bei meiner Umtopfaktion ins Orchitop verwendete ich als neues Substrat natürlich auch wieder das Seramis Orchideensubstrat. Ich befreite die Orchidee zunächst aus ihrem alten Topf und entfernte das alte Substrat von den Wurzeln. Die Wurzeln der Orchidee waren ziemlich verwachsen und verschlungen wodurch das gar nicht so einfach war, etwas einfacher war es unter warmem Wasser. Anschließend schnitt ich mit einer scharfen Schere noch abgestorbene und vergammelte Wurzeln ab, wobei ich stolz sagen kann, dass ich bei dieser Orchidee nicht ganz soviel entfernen musste wie bei der anderen die ich letzte Woche umgetopft habe.

Als nächstes füllte ich die untersten 2cm des Orchitops mit dem Orchideensubstrat und setzte dann die Orchidee oben drauf und verteilte die Wurzeln gleichmäßig im Orchitop. Dann noch das neue Substrat dazu und fertig. Eins kann ich direkt schon sagen, das Auffüllen des Substrats war im Orchitop viel unkomplizierter als im normalen Topf, es verteilte sich besser zwischen den Wurzeln, was ich beim normalen Topf das Gefühl hatte, dass noch zu viele Leerräume da waren. Wurzeln die ziemlich am Rand des Orchitops waren suchten sich direkt mit der Wurzelspitze den Weg nach draußen, in einem normalen Topf wären sie an dieser Stelle wahrscheinlich gequetscht worden.

Der Sitz der Orchidee im Orchitop ist echt super, viel besser als im normalen Topf, was wahrscheinlich daran liegt dass sich das Substrat wie gesagt viel leichter zwischen den Wurzeln verteilt hat. Nun steht die Orchidee in ihrem neuen Zuhause dem Orchitop wieder an ihrem gewohnten Platz und sieht echt toll aus. Der Blütenstängel hängt allerdings jetzt fast waagrecht im Raum, da die Orchidee vorher im Topf fast gelegen hat und ich sie nun wieder gerade eingepflanzt habe.

Ich bin sehr gespannt wie sie sich entwickeln wird, vor allem auch im Vergleich zu den Orchideen in den normalen Töpfen und ob die anderen auch bald in ein Orchitop umziehen werden…






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2 Kommentare

  1. Das sind aber schöne Orchideen! Wir machen mit usneren Orchideen garnichts. Die stehen einfach nur am Fensterbrett, blühen aber immer wie verrückt.

  2. Ich hab im letzten Jahr auch nichts mit denen gemacht außer einmal die Woche n Schnapsglas Wasser gegeben, nun hat sich aber gezeigt, dass sie wohl doch etwas mehr Aufmerksamkeit und andere Pflege möchten, naja, meine jedenfalls.

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