Donnerstag , 19 Juli 2018
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Wenn Kinder einen in den Wahnsinn treiben


Vor kurzem fragte mich eine frisch gebackene Mama ob ich vielleicht Tipps hätte was den Rhythmus des Kindes angeht, als zweifache Mama müsste ich ja dahingehend Erfahrung haben. Und wenn ich über diese Frage so nachdenke, dann kann ich eigentlich nur sagen, dass jedes Kind einen Rhythmus hat nur eben nicht immer einen solchen der uns Eltern zufrieden stimmt.

So sind die einen eher nachtaktiv und brauchen auch sonst eher wenig Schlaf, andere hingegen schlafen bereits ab dem ersten Tag nachts 12 Stunden durch und halten auch tagsüber einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Und während die Kinder so ihren ganz eigenen Rhythmus haben mit dem wir vielleicht nicht immer so zurecht kommen, kommt auch noch erschwerend hinzu dass eben dieser Rhythmus sich phasenweise ändert.

Veränderungen, Enwicklungs- und Wachstumsschübe werfen die Kleinen gerne mal aus der Bahn, man hat das Gefühl alles steht Kopf und schon ist von einem Rhythmus gar nicht mehr zu sprechen.

Ich kenne beides, während Leon und ich sehr lange gebraucht haben um einen gemeinsamen Rhythmus zu finden, ich mir Ewigkeiten die Nächte um die Ohren schlug war Julian das genau Gegenteil. Schon von Anfang an passte er sich dem Rhythmus der Familie an und während er schon mit wenigen Wochen nachts locker 10 Stunden durchschlief  musst ich dennoch öfter nachts raus um mich um den Großen zu kümmern.

Doch auch der schaffte es irgendwann mit etwas mehr als 2 Jahren nachts durch zu schlafen, was für eine herrliche Zeit. Beide gehen früh ins Bett, schlafen morgens gerne lang und zu einem ausgiebigen Mittagsschlaf sagen sie auch nicht nein.

Doch Zeiten ändern sich…

Unsere Zeiten änderten sich mit unserem Umzug an die Flensburger Förde. Zwar hatten wir mit Leon und seinem Hubschrauberbett keinerlei Probleme, er konnte es kaum abwarten, dass es draußen dunkel wird, so dass er endlich ins Bett durfte, allerdings machte Julian uns so ein klein wenig Kummer. An Schlafen war vom ersten Tag an im neuen Haus nicht mehr zu denken, aber wer mag es ihm verübeln – neues Haus, neues Zimmer, neues Bett, dazu ein zu helles Zimmer das nicht zu 100% abdunkelbar ist.

Also was macht Mama, legt sich mit dem Junior hin um ihm zu helfen sich an die neue Situation und die neue Umgebung zu gewöhnen, jeden Abend mehrere Stunden, bis das Kerlchen endlich eingeschlafen ist. Wurde er wieder wach, wurde wieder geschrien, also legte sich Mama wieder mit ihm hin, bis er wieder eingeschlafen war…

Nach 3 Wochen schien er sich langsam eingelebt zu haben, er ging ins Bett, ganz von alleine, schlief schnell ein. Mama hatte Abends wieder Zeit für sich – ohne stundenlang im Bett zu liegen während sich der Haushalt nicht von allein macht, ohne Geschrei wenn man doch zu früh das Zimmer verlassen hat.

Was für eine Wohltat, alles beim Alten, die Kinder sind wieder in ihrem Rhythmus… wäre da nicht Leon gewesen, der nun ganz plötzlich abends nicht mehr ins Bett wollte. Alle zwei Minuten kam er wieder runter, da war noch dies und noch das, man brachte ihn wieder hoch ins Bett, er kam wieder runter, man brachte ihn wieder hoch, die Schreierei ging los…

Verflucht schien es, kaum klappt es mit dem einen, klappt es mit dem anderen nicht mehr…

Aber auch dieses Problem fand ein Ende, denn nun, nach wiederum knapp zwei Wochen in denen Leon nicht ins Bett wollte, schläft er nun als schneller als es uns lieb ist.

Und es könnte so schön sein, ruhige Abende auf der Couch… aber es ist uns nicht gegönnt, denn kaum ist wieder ein Problem gelöst fängt das nächste an. Nicht nur, dass Julian nun mal wieder keinen Mittagsschlaf mehr machen will, so bekommt man ihn auch Abends nicht mehr ins Bett. Kaum ist die Tür zu fängt das Gebrülle und Gemotze an, legt man sich zu ihm steht er auf und will spielen, ist aber so müde, dass er auf dem Boden fast einschläft und sich ununterbrochen die Augen reibt. Legt man ihn wieder ins Bett geht das Gebrülle und Gemotze weiter… also wieder mit ihm hinlegen, teils mehrere Stunden bis der Herr eingeschlafen ist. Verlässt man dann das Zimmer und macht die Tür zu, schwupps ist er wieder wach und das Gebrülle geht weiter…

So kann es auch mal passieren, dass er wie letzte Nacht um 2 Uhr wach wird und die komplette Strasse zusammen brüllt, weil er runter möchte. Da ist es dann auch egal ob man sich zu ihm legt, ob man ihn zu sich holt, ob man ihm was zu trinken, was zu essen oder sonst was anbietet. Da wird einfach mitten in der Nacht mal rum gebrüllt, so lange bis der Herr seinen Willen durchgesetzt hat.

Anstrengend sag ich euch, vor allem dann, wenn man solche Situationen eigentlich gar nicht kennt und nicht weiß was ist jetzt eigentlich die Phase die bestimmt wieder vorüber geht. Ist es nur eine Phase was er gerade abends und nachts abzieht, oder waren vielleicht die 2 Wochen in denen er vorbildlich geschlafen hat die Phase und sie ist bereits vorüber?

Ich jedenfalls werde langsam wahnsinnig…






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