Dienstag , 27 Juni 2017
Startseite » Gedanken einer Mutter » Spielsachen – LegoDuplo

Spielsachen – LegoDuplo


Gerade führe ich ein nettes Gespräch mit Janina zum Thema Spielsachen. Ich finde es interessant zu wissen womit andere früher so als Kind gern gespielt haben, was man sich sehnlichst gewünscht aber nicht bekommen hat und wovon man so viel im Überfluss hat, dass es einem echt schon fast zu den Ohren raus kam. Auf das Thema gekommen sind wir, weil ich soeben, bevor ich meinen Sohn ins Bett gebracht habe zum Mittagsschlaf machen, mit ihm Lego gespielt habe.

Wir haben irgendwann mal vor etwas mehr als einem Jahr angefangen ihm allen möglichen Kram von Lego Duplo zu kaufen. Da gibt es so tolle Sachen – Eisenbahn, Bauernhof, Zoo, Feuerwehr und vieles mehr. Ich hatte zwar als Kind auch Lego, aber nur Steine zum Bauen, so komplette Themenwelten hatte ich leider nie, hätte aber so gerne welche gehabt. Was macht man also wenn man dann irgendwann selbst ein Kind hat? Klar, man kauft ihm die Sachen, damit man selbst auch ein bisschen damit spielen kann.

Super enttäuscht waren wir dann allerdings als wir bemerkt haben, dass Leon mit seinen damals nicht ganz 1,5 Jahren, die Sachen lediglich durch die Gegend schmiss. Er hatte gar kein Interesse anderweitig in irgendeiner Form damit zu spielen. Zwar schaute er sich die Sachen anfangs mit großem Interesse an, aber schon nach wenigen Minuten war das Interesse gänzlich verflogen.

Also packten wir die Sachen wieder in ne Kiste und stellten sie erst mal bei Seite. Irgendwie hätten wir es uns ja denken können, dass ein Kind mit Spielsachen, die für Kinder ab 2 – 2,5 Jahre gedacht sind, mit etwas mehr als einem Jahr damit noch nichts anfangen kann. Klar und um überhaupt etwas damit zu machen, schmiss er die Teile dann halt rum und freute sich.

Nun, hier im neuen Haus habe ich die Lego-Sachen wieder ausgepackt. Leon ist nun knapp 2,5 Jahre und müsste ja jetzt eigentlich etwas damit anfangen können. Und tatsächlich, er spielt so gerne damit. Zur Zeit ist es seine liebste Beschäftigung eine Baustelle zu simulieren: er legt ganz viele Steine auf einen Haufen, hebt sie mit nem Kran über die Schienen wovon dann ein LKW die Sachen auflädt und über die Bahnschranke zum Bauernhof fährt. Bei der Bahnschranke achtet er immer ganz sensibel drauf dass sie geschlossen ist und öffnet sie nur, wenn der Zug grad nicht in der Nähe ist.

Es macht soviel Spaß ihm beim Spielen zu zuschauen, da er seine Tätigkeiten auch immer genaustens kommentiert. Meine Aufgabe beim Spielen ist es übrigens zu klatschen und mich zu freuen, wenn Leon etwas ganz toll gemacht hat. Ab und an darf ich sogar auch mal was bauen, das wird aber vom kleinen Boss ganz genau festgelegt. Schließlich ist er der Chef auf seiner Baustelle und da tanzt gefälligst alles nach seiner Pfeife.

Jedenfalls hat uns die Erfahrung gelehrt, dass wir nun die Altersempfehlungen auf den Spielsachen etwas besser beachten. Es bringt ja nichts ein Kind mit Spielsachen, die für sein Alter noch nichts sind zu überfordern und ihn gleichzeitig damit zu langweilen. Denn meist ist es dann so, dass wenn die Kinder in dem Alter sind, wo sie was damit anfangen könnten dann trotzdem nicht damit spielen, denn sie kennen es ja schon und haben noch nie wirklich gern damit gespielt. Daher Spielsachen lieber nochmal wegpacken und nach ein paar Wochen oder Monaten wieder zum Vorschein holen, dann ist das Interesse beim Kind automatisch groß, weil das denkt ja, dass es was neues ist.






Deine Meinung?




5 Kommentare

  1. Das war in der Kindheit auch immer meine Welt. Ich hatte Duplo, später auch Lego und Playmobil.

    Mit Playmobil konnte ich mich allerdings nie so sonderlich anfreunden und hatte da auch nur wenig von. Lego hingegen war absolut mein Fall. Je nach Phase hatte ich da auch bestimmte Themenschwerpunkte (Seeräuber, Weltraum etc.), aber letztlich landeten die Steine dann alle irgendwann in den beiden dafür vorgesehenen Tonnen. Die habe ich dann immer wieder gerne ausgeschüttet und mir aus den ganzen Steinen irgendwelche anderen Dinge gebastelt, je nach Lust und Laune.

    Unvergessen die Stunden, die ich mitten in den Steinen mit meiner Schwester gehockt habe und wir uns gegenseitig die Steine gesucht haben. “Hast du nen flachen weißen Zweier?” “Nee, ich such grad noch nen großen roten Einerstein” :D

    Mit Lego kann man sich wirklich wunderbar stundenlang beschäftigen und der Phantasie freien Lauf machen. Als Kind hätte ich das natürlich nicht so ausgedrückt. Damals hat es einfach Spaß gemacht ;)

  2. Ich hab ja vorhin schon geschrieben, dass ich nie Lego hatte. Ich war die zweite Tochter und da gab es eben nur Babies und Puppen. Vielleicht bin ich deshalb so unkreativ ;)

  3. Also wenn ich Töchter bekommen hätte, dann hätte ich trotzdem auch Lego gekauft…

    Sascha, die Diskussion mit dem “hast du mal….” oder “mir fehlt ein…” kenn ich nur zu gut, in ein paar Jährchen höre ich so Sätze bestimmt auch wieder ;-)

  4. Ich hab jetzt mal meine Mama gefragt, warum ich nie Lego hatte. Sie meinte, ich hätte ganz viel Duplo gehabt. Hab ich aber irgendwie keinerlei Erinnerung dran.

  5. Mhhh, dann scheint es für dich vielleicht nichts so besonderes gewesen zu sein. Duplo hatten wir auch nicht viel, jedenfalls kann ich mich auch nicht so dran erinnern… mit Duplo spielt man ja auch so zwischen 2-5 Jahre… da ist die Erinnerung ja sowieso noch nicht ausgeprägt… aber das normale Lego, was danach kommt, da kann ich mich sehr gut dran erinnern.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>