Montag , 21 Mai 2018
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Geburt auf Bestellung


… oder aber auch als geplanter Kaiserschnitt bekannt! Für viele werdende Eltern ist es schon fast eine Selbstverständlichkeit die Geburt des eigenen Kindes vorab mit dem Terminkalender zu planen und den passendsten Zeitpunkt zu finden um das Kind per Kaiserschitt zu holen. Sei es die Einfühung des Elterngeldes gewesen zum Jahreswechsel 2006 / 2007, noch schnell das Kind geholt dass man in die Regelung des alten Erziehungsgeld fällt oder auch andere moralisch sehr anstößige Gründe.

Für mich war es immer sehr fraglich und undenkbar die Geburt eines Kindes zu planen und es einfach auf  Teufel komm raus zu holen. Nach der “traumatischen” Geburt meines Sohnes allerdings hat sich meine Meinung zum Thema etwas geändert, denn wenn alle Bemühungen, alle Schmerzen, alle Anstrengungen mehr oder minder umsonst waren und die Geburt dennoch im Kaiserschnitt endete fängt man an sich zu fragen, ob man so ein Erlebnis nochmal durchstehen möchte, oder ob man nicht besser gleich die Flinte ins Korn wirft und sich für einen Kaiserschnitt entscheidet, auch wenn eine medizinische Indikation dafür nicht wirklich und zu 100% gegeben ist.

So verläuft meine derzeitige Schwangerschaft bis auf Kleinigkeiten absolut komplikationslos und vorbildlich, einer Spontangeburt sollte eigentlich nichts im Wege stehen und dennoch kommen ein paar Faktoren zusammen, die mich an dem Versuch es nochmal zu probieren zweifeln lassen… Mein erster Kaiserschnitt ist nicht mal 2 Jahre her, eine Einleitung der Wehen oder auch ein unterstützender Wehentropf während der Geburt wird somit nicht empfohlen, die Tatsache des Gestationsdiabetes aber spätestens zum errechneten Termin nach einer Einleitung schreit. Dazu kommt ein sehr enges Becken, was selbst einen humanen Kopfumfang von 35cm eher nicht durchlassen wird, die regelmäßige Einnahme von medizinischem hochdosierten Magnesium um meine Krampfanfälle im Zaum zu halten, was nicht gerade förderlich für Wehen ist und die Tatsache dass schon die erste Geburt in einem Geburtsstillstand endete. Alles Dinge, die einen immerhin über einen geplanten Kaiserschnitt nachdenken lassen um einem weiteren Geburtstrauma zu entgehen.

Das ganze ist dann noch gepaart mit der beruflichen Selbstständigkeit, dem Unwissen ob man eine angefragte Veranstaltung annehmen kann oder absagen muss, da sie um den Zeitpunkt des errechneten Termins liegt…. Fragen über Fragen die mich zum dem Entschluss gebracht haben einen Kaiserschnitt diesmal fest zu planen mit einem Rest an Hoffnung, dass sich der Zwerg vielleicht doch früher auf den Weg macht und dadurch die Chancen auf eine Spontangeburt etwas höher sind.

Allen die sich ebenfalls die Frage stellen Kaiserschnitt ja oder nein, möchte ich mit auf den Weg geben, dass man die Entscheidung nur für sich alleine treffen kann und sich da auch von nichts und niemandem beeinflussen lassen sollte. Dennoch ist ein Kaiserschnitt zwar auch eine Form der Geburt, aber vor allem eine Operation, die Risiken mit sich bringt, was man keinesfalls vergessen sollte.






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