Samstag , 21 Oktober 2017
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Die Polizei – dein Feind und Helfer


Momentan schein ich ja das Unglück so ein wenig anzuziehen, bzw. das Pech scheint mich zu verfolgen und möchte Fangen mit mir spielen. Was passiert ist?

Letzte Woche ging ich nach der Arbeit zu meinem Auto, an sich erst mal nichts besonderes, doch der Schlag traf mich bereits kurz darauf in Form einer Beule und einer echt gemeinen Schramme an der Hintertür meiner Beifahrerseite. Weit und breit natürlich niemand zu sehen, keine Zeugen, kein Unfallverursacher – nichts!!!

Schramme hintere Beifahrertür

Bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass der Benz der neben mir stand mit den Rädern ziemlich enorm eingeschlagen da stand, würde man seine Fahrt in die Parklücke auf Grund der Radstellung zurückverfolgen, ja dann könnte das sehr gut passen, dass er mich beim einparken gerammt hat.

Dementsprechend schaute ich mir seine Front mal etwas genauer an, Schrammen an seiner schwarzen Stoßstange und ganz eindeutig silber Lackspuren. Beim genaueren Betrachten meiner Schramme fielen mir dann auf meinem sechs Wochen alten, die Betonung liegt auf “sechs Wochen alten” silbernen Auto schwarze Lackspuren auf.

Der Fall schien klar, der Benz, der war’s! Natürlich rief ich gleich die Polizei, immerhin war das ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Nach kurzer Zeit war die Polizei dann auch schon da und schaute sich den Sachverhalt an. Für die war allerdings wie auch immer ersichtlich, dass der Benz als Täter nicht in Frage kommt, weil dessen Schaden etwas tiefer saß als mein Schaden… Dass der Parkplatz allerdings abfällig ist und somit die Front des Benz beim Einschlagen in die Parklücke viel höher über dem Boden hing, als bei der endgültigen Parkposition, das konnten oder wollten die netten Beamten scheinbar nicht verstehen. Immerhin machen sie ihren Job bereits seit 22 Jahren… unverständlich…

Was mich ja irgendwie am meisten aufregte, war die Tatsache, dass die netten Herren meinten ich sei doch sicherlich Vollkasko versichert und ich solle den Schaden einfach meiner Kfz Versicherung melden. Dass ich hier natürlich eine Selbstbeteiligung habe und dann womöglich noch in den Prozenten nach oben steige, nun das ist ja nicht deren Problem. Kurzum, auf dem Schaden bleibe ich nun natürlich selber sitzen was bei einem nagelneuen Auto natürlich mega ärgerlich ist.

Etwas ähnliches ist mir vor Jahren schon einmal mit einem Mietwagen auf Mallorca passiert. Da besuchte ich ein wunderschönes Kloster auf dem Puig de Randa. Die Parkplätze dort mehr als großzügig und auch alles andere als überfüllt. Doch als ich zurückkam, siehe dar, die komplette Fahrerseite verschrammt. Vor dem Auto lagen Steine, unter anderem auch Steine an denen deutlich Lack zu sehen war. Wenige Meter weiter spielten Kinder auf dem Parkplatz, ratet mal, sie spielten mit Steinen, warfen sie wild umher…

In Spanien die Polizei zu rufen macht Spaß, zum Glück sprach einer der beiden Kollegen deutsch. Dieser versuchte mir allerdings zu erklären, dass ich bestimmt bei der Auffahrt auf den Berg an einem der Stacheldrahtzäune hängengeblieben bin, die sich am Straßenrand befinden und dass dieser Schaden am Auto unmöglich von den Steinen kommen kann. Bedenkt man allerdings, dass die Schrammen auf der Fahrerseite waren und auf Mallorca genauso wie auch bei uns Rechtsverkehr gilt, dann wäre diese Erklärung vielleicht noch vertretbar wenn die Beifahrerseite verkratzt gewesen wäre, aber so hätte ich ja ganz schön extrem im Gegenverkehr rumdüsen müssen um mir an einem Stacheldraht vom Straßenrand die komplette Fahrerseite aufzureißen…

Die Autovermietung damals war zum Glück sehr kulant und ich musste den Schaden nicht übernehmen. Aber gelernt habe ich aus diesen Geschichten, dass man die Polizei in solchen Fällen erst gar nicht rufen muss, denn die tun eh nur das wozu sie gerade mal Lust haben.

Edit:

Der Benzfahrer hat sich über Umwege gemeldet und bereits den Schaden an seine Versicherung gemeldet. Das ist natürlich jetzt ein herber Rückschlag für den Arbeitslosen Vollhorst der sich mehr um mich und mein Leben kümmert als um Seines.

Jedenfalls ist es geklärt und der Schaden wird in Kürze beseitig.






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4 Kommentare

  1. Wenn du es selber so genau nachverfolgen konntest (und es dir nicht ausgedacht hast – wovon ich natürlich nicht ausgehe), hätte ich es wohl so gemacht:
    Foto von allem möglichen machen (beide Autos, Blick auf die Szene um den evtl. Rangierweg nachzuverfolgen etc.) und dem Benzfahrer nen Zettel an die Tür/Windschutzscheibe hängen, dass er wohl aus Versehen gegen dein Auto gefahren ist und du Fotos gemacht hast und bittest mit dir Kontakt aufzunehmen. Ältere Leute (Benz Fahrer – könnte ja sein?) sind dann vielleicht so verschreckt und fühlen sich ertappt, dass sie es evtl zugeben und es letztendlich über deren Versicherung (wenn vorhanden) abgewickelt wird.

    Da gibt es natürlich viele “vielleicht” und “evtl”, aber versucht hätte ich es. Nur dreist kommt weiter. Und manche merken es ja wirklich nicht, wenn sie beim Einparken hier und da hängenbleiben. *nerv*

    (sorry für den langen Text)

  2. Ja, das wäre vielleicht ne Möglichkeit gewesen, für die es nun leider zu spät ist :-(

  3. Zum allgemeinen Verständnis: Die Fahrspur auf dem Parkplatz ist ebenerdig, die einzelnen Parkplätze hingegen sind abfällig. Schlägt man also ein um auf einen Parkplatz zu fahren, dann befinden sich die Räder noch auf der gerade liegenden Fahrspur, die Front eines Fahrzeugs und zwar eines jeden Fahrzeugs hängt nun aber schon über der abfälligen Parklücke, wodurch eine Höhendifferenz in diesem Bereich absolut logisch zu erklären ist.
    Aber es ist für Polizisten und Männer wie dich Markus natürlich immer einfacher einer Frau, die dazu noch ein Tupperauto fährt und in deren Augen wahrscheinlich eher Zuhause an den Herd gehört als hinters Steuer, eine gewisse Blödheit zu unterstellen als selbst mal alle Gegebenheiten mit einzurechnen.
    Zudem schien der Beamte eh nicht gerade der hellste zu sein, der den Schmutz an meiner Tür als Flugrost deutete und das an einem Kratzer der maximal 4 Stunden alt sein konnte.

    Für den Beamten war klar: Die Olle ist zu blöd zum Auto fahren ist wahrscheinlich vor drei Tagen beim ein- oder ausparken irgendwo an einem Geländer für EInkaufswagen hängen geblieben und will das jetzt dem “armen” Benzfahrer in die Schuhe schieben.

    Und nur zur Information, selbst der linke äußere Scheinwerferrand befindet sich im Normalfall an der Front des Autos unter dem sich bei diesem Benz eine schwarze Stoßstange mit einer verchromten Zierleiste befand, die sogar seitlich bis zum vorderen Kotflügel oder auch Radhaus genannt reicht.

  4. Solche Typen, die einer Frau a priori unterstellen, dass sie selbst zu blöde zum fahren & parken ist, hab ich ja gerne…
    Speziell Mercedes Fahrer sind ohnehin von jeder Schuld grundsätzlich frei…selbst, wenn das Auto vor ihnen, da angestupst, ordentlich wackelt und sich sichetbar für alle drumherum bewegt, behaupten diese stocksteif “sie hätten schließlich Parksensoren und sie könnten den Wagen gar nicht berührt haben” ROFL – leider tatsächlich erlebt…

    Wenn Du Dir das Kennzeichen etc notiert hast, würde ich einfach mal eine Anzeige stellen. Das müssen die Herrschaften bei der Polizei dann eigentlich laut StPO nachverfolgen, ob sie wollen oder nicht. Zu welchem Ergebnis man dann kommt, ist eien andere Sache, aber das kann Dir ja erstmal egal sein. Sie müssen sich bei einer expliziten Anzeige damit befassen und sie müssen diese auch aufnehmen.
    Kannst Du auch noch später machen.

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