Mittwoch , 13 Dezember 2017
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Wichtigkeiten = Nichtigkeiten


Die Tage unterhielt ich mich mit einer alten Freundin, Kollegin, wie auch immer mit der ich gemeinsam mein Sturm- und Drangzeit in Kitzbühel erlebt habe. Wir schwelgten in alten Erinnerungen, packten alte Geschichten wieder aus und kamen manchmal aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Das war schon eine echt coole Zeit, da waren wir uns beide einig, doch auch sind wir in gewisser Weise beide froh, dass diese Zeiten vorbei sind.

Wenn man im Nachhinein über manche alten Geschichten nachdenkt, dann merkt man erst mal wie man sich als Mensch verändert hat. In seinem Lebensstil, in seiner Einstellung zu manchen Dingen und auch optisch. Ich musste daran zurück denken was für eigentlich totale Nichtigkeiten mir damals extrem wichtig waren, wo ich heute nur noch den Kopf schütteln kann.

Zum Thema Mode beispielsweise hat sich meine Sichtweise komplett verändert. Früher legte ich viel Wert auf das was ich anzog, Wert auch im Sinne von Preis. Ich kaufte mir gerne und viele Sachen von Benetton oder aber auch viel Mode von Miss Sixty… vielleicht würde ich mir das eine oder andere heute noch kaufen, wenn ich die Figur dazu noch hätte So eine Schwangerschaft verändert einen Körper ja schon enorm. Zwar ist was das Gewicht betrifft wieder alles beim alten, aber dennoch habe ich hier und da die eine oder andere Rundung heute mehr. Vom Prinzip ist das ja auch gar nicht schlimm, was allerdings meine Mode von früher betrifft, so war das doch mehr was für mädchenhaftere Figuren.

Nun gut zurück zum Thema… Marken waren mir wichtig, immer das neuste vom neusten und mit den Trends mitgehen. Gesehen und gesehen werden war ja auch irgendwie die Lebenseinstellung in Kitz. Koste es was es wolle – Hauptsache das Ansehen stimmt.

Auch solche Männermode war für mich ein großes Thema, schließlich musste mein Begleiter stilecht sein und optisch zu mir passen. Das Gesamtbild musste einfach stimmen und die Outfits mussten eben den einzelnen Events und Gegebenheiten angepasst werden – egal ob schickes Restaurant, Clubbesuch oder Casino.

Und gerade dieser mir damals so wichtige Bereich ist mir heute sowas von unwichtig geworden. Zwar achte ich noch immer auf mein Äußeres, anständig und gepflegt muss es sein. Aber was damals vor allem schick und sexy sein musste, muss heute vor allem bequem und praktisch sein. Wenn ich mir manchmal überlege mit was für einem Schuhwerk ich damals nächtelang auf den Tischen getanzt bin, ohje, da würde ich heute keine 5 Schritte mehr mit gehen können…

Ich frage mich manchmal woran liegt es, dass man seine Einstellungen und Prioritäten so enorm verändert. Liegt es am Alter, dass man reifer und vielleicht auch vernünftiger wird? Oder liegt es eher an meiner familiären Situation, dass man eben als Mutter und Ehefrau viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel sieht? Oder ist es gar die Kombination aus beidem?

Ich persönlich sehe in dieser Veränderung ja nur positives. Das Geld was ich heute spare, dadurch, dass ich auf teure Markenkleidung verzichte, kann ich in meine Kinder investieren. Dennoch möchte ich die Zeit von damals nicht missen, denn auch diese Zeit gehört zu meinem Leben und hat dazu beigetragen, dass ich heute der Mensch bin, der ich eben heute bin.

Bildquelle: Gerd Altmann/Jana Werner / pixelio.de






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