Mittwoch , 13 Dezember 2017
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Wer nichts wird wird Wirt – und wer nichts kann Versicherungsmann!


So oder so ähnlich geht doch das bekannte Sprichwort, oder?

Meine Meinung gegenüber dieser Berufsgruppe sollte auf Grund von verschiedenen Beiträgen, die ich in der Vergangenheit bereits über diverse Vermögensberater verfasst habe, hinreichend bekannt sein. Warum diese Menschen in der Gesellschaft einen so miesen Ruf genießen, kann wohl jeder beantworten, der schon mal mit dieser großen bekannten Vereinigung im Bereich Versicherungen zu tun hatte.

Abzocke, nichts als Abzocke – ist hier wohl das passende Leitwort! Versicherungen werden anhand von Provisionsstaffelungen verkauft, der Kosten-Nutzen-Faktor für den Versicherten wird hier meist außen vor gelassen und fällt dementsprechend gering aus.

Dennoch haben viele Vermögensberater Erfolg mit der Masche, wenigstens mal so für ein bis zwei Jahre. Dann haben sie sich durch Verwandte und Bekannte eine goldene Nase verdient und lernen im Anschluss die Kehrseite der Medaille kennen. Außerhalb des Bekanntenkreises nämlich lässt es sich nicht so leicht die unterschiedlichsten Versicherungen verkaufen. Da hier nämlich noch kein Vertrauensverhältnis besteht, muss man mit Wissen glänzen, welches die meisten aber gar nicht besitzen. So wissen sie bestimmt, wenn es um eine Zahnzusatzversicherung geht, welches Produkt aus ihrem Portfolio die höchste Provisionszahlung erbringt, möchte man als Kunde allerdings etwas Wissenswertes zum Thema Zirkonkronen erfragen, ob diese beispielsweise in dieser Versicherung inkludiert ist, dann möchte ich mal behaupten dass 99% der Berater hier passen müssen, bestenfalls aber wissen die in welchem Dokument sie das nachlesen können.

Spätestens jetzt finden sie sich nun wahrscheinlich vor den Türen der AfA wieder und fragen sich was eigentlich schief gelaufen ist, dass der Erfolg nun plötzlich so einbricht.

Manch einer bringt es aber wahrscheinlich noch nicht einmal fertig diese kurzweilige Erfolgsgeschichte auf die Beine zu stellen. Entweder weil er keine Freunde hat, die er über den Tisch ziehen könnte oder eben weil er in seinem Auftreten komplett unglaubwürdig erscheint. Viele denken ja erst mal, dass das Produkt welches sie versuchen zu verkaufen, Schuld am eigenen Misserfolg ist. Demnach wird erst mal die Versicherung gewechselt, das auch gerne mal öfter im Jahr.

Ich stelle mir gerade vor, wie ein und derselbe Versicherungsmakler viermal im Jahr bei mir auf der Matte steht, jedes mal mit einer Zahnzusatzversicherung eines anderen Anbieters und dem Hinweis, dass diese die Beste auf dem Markt sei. Mal ehrlich, welche von den vieren ist denn nun eigentlich die Beste? Und wenn ich nun doch dazu gezwungen werde mir einen Zahnzusatzversicherungen Vergleich im Internet anzuschauen, für was brauche ich dann noch einen Berater Vorort? Dann kann ich die Versicherung doch gleich selbst im Internet abschließen. Spart zudem eine Menge Zeit und auch Nerven.

Und da der werte Herr Versicherungsmakler trotzdem einfach nicht verstehen will, dass der ausbleibende Erfolg nicht am Produkt sondern an ihm selbst liegt, wechselt er auch noch ein fünftes Mal die Versicherung und wundert sich weiterhin warum er nicht in der Lage ist seine Familie zu ernähren.






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16 Kommentare

  1. “Wer nichts wird wird Wirt – und wer nichts kann Versicherungsmann!” …

    Ist ja eher ein Slogan aus den 80er Jahren, wo man noch Tätigkeiten machen konnte ohne große Vorkenntnisse zu besitzen.

    Der Markt hat sich aber verändert und wer nicht mit der Zeit geht, geht auch wirklich mit der Zeit. In der Gastronomie wird keiner mehr erfolgreich sein, der keine Idee oder Fachwissen besitzt. Fast jeder Mensch kann etwas kochen oder weiß zumindest wie etwas zu schmecken hat/kann und wenn es nicht halbwegs hochwertig ist, macht ein Laden schneller zu wie er eröffnet hatte.

    Was nun auch die Tage durch die Medien ging (ARD Maschmeyer und Co.) mit Versicherungen sind fast alles Altlasten. Als noch viele Leute “ohne” Qualifikation in dem Bereich als eine Art Drückerkolonne durch das Land gezogen sind oder fast jeder im Umfeld etwas mit Versicherungen zu tun hatte.

    Jeder Mensch sollte aber heute selbst erkennen ob sein Berater eine Kompetenz besitzt und das spätestens nach der dritten Frage. Zumal die meisten Menschen/Verbraucher heute einfach mehr Grundwissen besitzen, oder sich zumindest schnell, einfach und kurzfristig erkundigen können um sich z.B. direkt zu versichern.

    Finde die Bezeichnung “diese Menschen” auch etwas übertrieben und mit Sicherheit ist nicht alles Abzocke …

  2. Danke Jasmin,
    genau das gleiche wollte ich auch schreiben.
    Man kann einfach nicht so radikale Begriffe wie “Abzocke, nichts als Abzocke” verwenden und auch ist nicht jeder Makler schlecht. Häufig ist es so, dass ein paar schwarze Schafe auf die ganze Branche “vergrößert” (mir fällt der passende Begriff grade nicht ein) werden.
    Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein Bekannter (Mittlerweile Rentner) nie jemanden beschissen hat. Er hat das empfohlen, was das Beste war und wenn nichts das Beste war, dann hat er eben auch das empfohlen. Genauso war sein Service für seine Kunden praktisch ohne feste Zeiten. Wenn jemand ein wichtiges Anliegen hatte, dann wurde das eben auch am Telefon abends um 22.30 Uhr geklärt.
    Also in Zukunft bitte nicht eine ganze Branche abstempeln, selbst wenn der Großteil “schwarze Schaafe” sein sollten. Jeder Mensch ist verschieden und man sollte sich einfach nur überlegen, wie sein eigener Makler ist. Die Angebote kritisch hinterfragen und sich selbst ein wenig informieren und dann wird man es schnell herausfinden.

    Lg muehsi

  3. @ Jasmin: Tatsächlich und ursprünglich heißt das Sprichwort ja richtigerweise: Wer nichts wird wird Wirt und wer’s verpasst bleibt Gast!

    Schaut man sich in der Gastronomie mal etwas genauer um und zwar mit dem Fachwissen im Hintergrund, welches du ansprichst, dann bemerkt man leider sehr schnell, dass das kein Slogan ist, welcher die 80er Jahre betrifft. Vor 30 Jahren war es um einiges schwieriger und erforderte um Weiten mehr Fachwissen eine Konzession für eine Gaststätte zu erhalten als heute. Nie gab es mehr unqualifizierte Gastwirte wie im 21. Jahrhundert.

    Was die Versicherungsbranche betrifft, so wurde nicht umsonst vor einiger Zeit eine Qualifikation in Form einer staatlich anerkannten Prüfung für selbstständige Vermögensberater erforderlich gemacht, um eben die schwarzen Schafe auzusortieren.
    Im Angestelltenverhältnis verhält sich dies aber schon wieder ganz anders. So ist es zum Beispiel auf Xing sehr schön zu beobachten, dass wenn man dort als Qualifikation Vetrieb angibt nahezu täglich Angebote von Versicherungsagenturen bekommt. Ob man nun Qualifikationen in dem Bereich hat ist hier nur zweitrangig, denn es geht darum gut und demnach viel verkaufen zu können. Das spricht in meinen Augen nicht wirklich für die Branche.
    Möchte man beispielsweise in der Hotellerie einen Einstieg in den Vertrieb finden, so wird hier eine langjährige Berufserfahrung in der Hotellerie vorrausgesetzt, unabhängig davon wie gut man verkaufen kann.

  4. Das mit dem Zusatz “wer’s verpasst bleibt Gast!” kannte ich nicht lach …

    Denke das in der Gastronomie die Auflagen vom Staat nicht groß sind, der Name Frikadellenschein besteht ja noch heute. Jedoch bei vielen sind Hygienevorschriften ud Co. ein Fremdwort. So wirklich schlechte Läden kenne ich aber nicht mehr, oder es kommt mir zumindest so vor. Nach jeder Lebensmittel Krise trennt sich wieder die Spreu vom Weizen, was mir im Jahr 2.000 nach der großen BSE Krise das erste mal aufgefallen ist.

    Das Problem bei einer Neueröffnung ist aber die Kapital Planung, weil eine Bank kaum bis gar nichts finanziert und die Brauereien mehr auf die Zahlen schauen, von Vermietern mal ganz abgesehen.

    Das mit dem Xing Profi fand ich interessant, dann hat die Brange immer noch zu viel Zuspruch weil die Möglichkeiten für gute Erträge zu hoch sind…

    Euch eine gute Nacht

  5. Alles nur Abzocke ;-)

  6. @Pascal®

    Hab mich aber nett gemeldet oder?

    Hätte ich ja auch anders machen können. Mir passt der Schuh nicht, vielleicht deswegen

  7. Schwarze Schafe gibts in jeder Branche. Du beziehst hier jedoch Makler gleich auf die gesamte Branche. Was ist denn mit den Angestellten im Außendienst oder Ausschliesslichkeitsvermittlern? Diese werden hier vollkommen außer Acht gelassen.

    Nur weil bei einem Bäcker einem die Brötchen nicht schmecken, sind nicht gleich alle Bäcker scheiße.

    Ist mir zu einfach das so über einen Kamm zu scheren…

  8. Versteh deinen Einwand grad nicht was die Außendienstler und die Ausschließlichkeitsvermittler betrifft…

    Sorry, aber denkst du nur weil ein Versicherungsvertreter nur Produkte einer Versicherung verkauft hast du die Garantie dass er dich nicht übers Ohr haut?

    Fakt ist, wenn mir Rosinen nicht schmecken werden mir Rosinenbrötchen wohl egal bei welchen Bäcker nicht schmecken. Und so brauche ich beispielsweise als Hartz IV Empfänger auch keinen Arbeitgeberrechtschutz oder in der Dachgeschosswohnung (ohne Keller) eine Hochwasserversicherung, egal von welcher Versicherung….

    Ausschließlichkeitsvertreter arbeiten auch auf Provision und fest eingestellte Mitarbeiter haben genaue Vorgaben welche Versicherungen in welchem Ranking verkauft werden sollen und haben meist auch eine Kombination aus Festgehalt und Provision.

    Als Hotelfachfrau werde ich auch dazu angehalten die Leute davon zu überzeugen die Suite zu buchen, da die am meisten Kohle bringt, auch wenn ich persönlich davon nichts habe. Wobei die Gäste im Hotel wahrscheinlich im Vergleich zu den Versicherungsnehmern noch einen wirklichen Vorteil davon haben in der Suite zu wohnen anstatt in einem einfachen Doppelzimmer.

  9. Gut dass ich in den vergangenen 20 Jahren schon genug verdient habe und mich mit so oberflächlichem Zeug nicht mehr abgeben muss.

    Die sind gut und die sind schlecht und die bescheißen und die tuns nicht und und und bla bla bla

    Nee da geh ich lieber sporteln bis mir die Füße schmerzen und kann mich den Rest des Tages fürstlich ausruhen.

    Wenn ein Vertreter gut verkauft, dann hat er es verdient und es sei ihm gegönnt….

    Betrogen fühlt sich immer und überall jemand. Sogar wenn das Klopapier nicht das hält was es verspricht.

    BASTA

  10. Wie definiert man gut verkaufen?

    Wenn man gut verkauft indem man dem Kunden das beste für den Kunden anbietet, dann hat der Versicherungsmensch in meinen Augen jede Provision dieser Welt verdient.

    Wenn man gut verkauft indem man dem Kunden das anbietet was einem persönlich die höchste Provisionszahlung bringt, es allerdings Produkte gibt, die für den Kunden besser wären ich ihm diese aber nicht anbiete, weil sie weniger Provision bringt, dann sorry, aber die Leute gehören aus dem Verkehr gezogen. Und leider bilden diese genannten eben die breite Masse.

  11. Gut verkaufen heißt die goldene Mitte zu finden.

    Wenn der Kunde den größten Vorteil hat, dann bekommt er später vom Vertreter nichts mehr und andersherum genau so.

    Eine GUTE KUNDEN-VERTRETER-BEZIEHUNG gibt es nur im Gleichgewicht der Vorteile!

  12. Habe seit meinen Anfängen 1990 bis heute keine Probleme mit Stornoraten gehabt.

    Kann dazu nichts sagen.

    Habe nie verstanden was manche Vertreter da für Probleme haben sollen.

    Ich sehe da kein Problem wenn man nach dem oben erwähnten Ausgewogenheitsgrundsatz arbeitet und mit seiner Kundschaft offen umgeht.

  13. Ein Ausslichslichkeitsvermittler im Angestelltenverhätnis ist nicht zwingend drauf angewiesen dem Kunden was zu verkaufen – seine Butter auf dem Brote ist so oder so auch ohne Abschluß bezahlt. Somit kann er wirklich beratend tätig sein ohne gleich ein Treppenterrier sein zu müssen. Somit fällt diese Gruppe zu einem Großteil auch schon raus aus der Betrachtung. Ja es gibt diese in Kombination aber wie gesagt ein fester Grundstock ist da bereits vorhanden. Und bezüglich der Vorgaben sollte man es anders betrachten. Es gibt sicherlich Vorgaben welcher Bereich wieviel gebracht werden muss jedoch sollte man da nicht von dem Punkt ausgehen dass man die Kunden in die Verträge drückt. Eher kann man auch terminlich steuern welche Verträge gemacht werden. Macht man eine Krankenversicherungsaktion so wird man sicherlich in der SParte Abschlüsse generieren. Macht man eine Unfallaktion bei bestimmten Kunden, so wird man dort die Vorgaben leicht erreichen. Man generiert die Termine so wie man die Vorgaben braucht aber man drückt die Kunden nicht in die Verträge die MAN braucht. Das wäre mehr als unseriös und totaler Quatsch.
    Auch fällt bei dieser Berufsgruppe übrigens ebenfalls das heute hü morgen hott Prinzip weg, da sie eben nur von einer Vers. verkaufen.

    Sicherlich gibt es auch darunter welche die nem Eskimo nen Kühlschrank aufschwatzen aber wie gesagt das sind die schwarzen Schafe der Branche.

    Übrigens verkauft man gut, wenn man dem Kunden genau sein Angebot zurecht schustert wie der Kunde es braucht und benötigt! Denn so erzielt man auch Folgegeschäft weil man als guter BERATER!!! weiterempfohlen wird! Nur das sichert auf Dauer ein Einkommen in dem Beruf. Und sichert damit auch dass kein Kunde mit einer Axt bei ihm daheim mal auflauert

  14. Conny, prinzipiell gebe ich dir in dem was du sagst vollkommen Recht. So sollte es sein und dann wäre die Welt in Ordnung.

    Was das Hotte Hü Prinzip betrifft, so gibt es auch Angestellte der Versicherungsbranche die innerhalb der Branche den Arbeitgeber wechseln. Kenne mehr als genug.

    Vom Prinzip her denke ich sind wir derselben Meinung, nur dass ich eben die Zahl der schwarzen Schafe als deutlich höher einschätze. Tatsächlich würde ich sogar behaupten, dass es ein Herde voller Schwarzer Schafe ist und nur ein Teil davon normales und helles Fell hat.

    Ich persönlich kenne jedenfalls fast nur schwarze Schafe in der Branche, bin ganz selten seriösen Zeitgenossen begegnet.

  15. Ich bin leider auch schon einigen von den schwarzen Schafen begegenet aber ich lernte auch mindestens genauso viele mit hellem Fell kennen. Dabei ist mir extrem aufgefallen dass ich bei den Beratern von festen Versicherungen es mehr hellfellige gab als bei Maklern. Also meine persönliche Empfindung. Ich war jedoch auch in der Höhle der Löwen, denn wie bestimmt schon vermutet, bin ich aus der Branche gewesen. Ich bin gelernte Versicherungskauffrau und war im Außendienst bist ich erwerbsunfähig wurde.

  16. Ich hab eine rheumatische Schmerzerkrankung und noch ein paar weitere Dinge welche mich erwerbsunfähig machten. Erstmal auf Zeit und es wird alle 2 Jahre neu geprüft. Aber bisher wenig Hoffnung dass es sich noch bessert. Heilbar eh nicht.

    Es sind nicht nur 11 Es sind noch weit mehr. Jedoch sind nicht alles Blogs. Viele sind auch statisch wo sich eben kaum was mal ändert. Und ich schreibe ja nicht 8 Stunden am Stück täglich jede Webseite. Meine frühere Arbeitszeit war locker mal 14 Stunden täglich. Das ist heute nicht mehr drin. Das mit meinen Webseiten ist ja mehr Hobby und verteilt sich über den Tag/die Tage jenachdem wie ich mich fühle und wie es mir geht. Da kann ich auch jederzeit mal 2 Tage nix tun oder eben auch länger eben wie es mein Körper zulässt. Dadurch dass ich auch keinen Arbeitszwang in dem Sinne im Nacken habe, komme ich allgemein auch viel besser mit den Schmerzen und allem klar und falle weniger als früher in krasse Schmerzattacken.

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