Freitag , 18 August 2017
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Was genau versteht man unter einem Tsunami?


Genau genommen ist ein Tsunami eine Flutwelle, die Aufgrund eines Erdbebens am Meeresboden entsteht. In den meisten Fällen gehen zunächst etwas kleinere Wellen voraus denen gewaltige Flutwellen folgen.

Der größte und wohl bekannteste Tsunami ereignete sich am 26. Dezember 2004 im indischen Ozean. Das Beben hatte im Epizentrum, welches 85 km vor der Küste Nordwest-Sumatras lag, eine Stärke von 9,1. Insgesamt starben durch diesen Tsunami rund 230.000 Menschen. Selbst in Ostafrika, was weit vom Epizentrum entfernt liegt, kamen Menschen auf Grund dieses Erdbebens ums Leben.

Die Ursache für diese gewaltige Naturkatastrophe lag in einem Beben welches sich zweit Tage zuvor ereignete am anderen Ende der Indo-Australischen Platte, zwischen Australien und der Antarktis. Mit einer Stärke von 8,1 war es das stärkste Beben seit 1924 in dieser Region.  Cvetan Sinadinovski vom Institut Geoscience Australia in Canberra äußerte sich folgendermaßen dazu: “„Man kann vermuten, dass das Beben auf der einen Seite der Platte eine unausgeglichene Situation auf der anderen Seite verursacht hat, was zu diesem riesigen Seebeben in Asien geführt hat.“ (Quelle Wikipedia)

Dieses erste Beben hatte keine so großen Folgen für die Menschheit, viele wissen nicht einmal von diesem ersten Beben. Heute, gut 7 Jahre nach dem Beben, redet genau genommen niemand mehr davon. Redet man allerdings von einem Tsunami, so kommen sofort die Erinnerungen an das zweite Erdbeben und den Tsunami der daraus entstanden ist. Dieses Ereignis wird wohl immer in den Köpfen der Menschen haften bleiben.

Ähnlich wird es sich wohl mit dem Tsunami verhalten der sich vor kurzem in der Blogosphäre ereignete. Das erste Beben, verursacht durch die Enthüllung von Bloggergate hatte nur wenige Folgen. Viele bekamen es nicht mal mit, die meisten interessierte es nicht. Nur wenige Blogger waren wirklich von dessen Auswirkung betroffen, der Schaden hielt sich dadurch in Grenzen. Doch durch dieses Beben ereignete sich ein weiteres Beben, ein Beben mit dem wohl niemand gerechnet hat und dessen Folgen und Auswirkungen noch nicht bekannt sind.

Eins kann man aber mit Gewissheit sagen. Ähnlich wie beim Tsunami 2004 im indischen Ozean wird das zweite Erdbeben das bedeutendere und auch nachhaltigere sein. Über den Bloggergate-Skandal wird schon in Kürze sehr wahrscheinlich niemand mehr reden. Die Auswirkung des Erpressungsskandal, der sich dadurch ereignete, wird der Verursacher wohl noch lange Zeit zu spüren bekommen. Die Schäden die dadurch in der Blogosphäre entstanden sind kann man nun noch nicht abschätzen, eines steht aber sehr wahrscheinlich jetzt schon fest: Bloggen wird nicht mehr das Gleiche sein wie vor der Katastrophe, genauso wie das Leben in den betroffenen Regionen von 2004 nie mehr so sein wird wie vorher.

Die einzige Möglichkeit so schnell wie möglich wieder in die Normalität zurückzufinden ist wohl der Zusammenhalt der Gemeinschaft. Es liegt an uns Bloggern inwiefern wir uns von dieser Geschichte einschüchtern lassen und unsere Art zu Bloggen beibehalten oder vielleicht in Zukunft verändern.

Vermutet man hinter jedem Link der in Zukunft gesetzt wird gleich wieder ein Bloggergate, so hat es der Tsunami wohl geschafft die Blogosphäre nachhaltig zu beeinträchtigen. Es liegt an uns, ob wir nun zukünftig Angst vor jeder Welle haben die auf uns zukommt, oder ob wir wieder entspannt und mit Freude im Meer schwimmen gehen.

Artikelfoto: Oliver Haja / pixelio.de






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4 Kommentare

  1. Danke für diese wahren Worte. Das Thema Bloggergate war doch nicht wirklich eine Enthüllung. Seit Jahren bieten die unterschiedlichsten Anbieter Inlinks im Content an. Was ist daran denn jetzt neu und verwerflich? Es wird doch niemand gezwungen die Links anzuklicken.

  2. Ich sehe das alles für mich persönlich nicht so eng und ich denke nicht, dass es so große Wellen für Blogger generell nach sich ziehen wird. Als Betroffener ist das natürlich etwas anderes und man sieht das Ganze mit anderen Augen.

    Werde es selbst künftig aber weiterhin genauso handhaben wie bisher. Ich schreibe, wonach mir gerade der Kopf steht und ich lese das, worauf ich Lust habe. Wenn ich nicht auf Links klicken mag lasse ich es und damit hat sich die Sache für mich persönlich.

    Die betroffenen Blogger aus dem vermeintlichen ersten Skandal, der zu einem Skandälchen geschrumpft ist, werden hoffentlich daraus gelernt haben.

    Alles weitere zu der zweiten Geschichte wird sich zeigen, vermutlich aber wird es doch abebben, wenn erst einmal ein paar Tage vergangen sind.

  3. “Bloggen wird nicht mehr das Gleiche sein wie vor der Katastrophe, genauso wie das Leben in den betroffenen Regionen von 2004 nie mehr so sein wird wie vorher.”

    Selten so ein Schwachsinn gelesen der so fehl am Platz ist. Das Bloggergate haben wieviel Prozent der Blogger überhaupt registriert? Ich sag mal so 30 – 40%.
    In nem Monat interessierts keinen mehr und es wird alles weitergehen wie bisher.

    Und was istn das für ne möchtegern-apokalyptische-schwachsinns einstellung von wegen “Die GEmeinschaft muss zusammenhalten”. Also bitte. Hier wird ja so getan als ob Blogger ne eigene Nation/Relgion wären die sich gegen interne Sündiger in Form von Pallenberg wehren müssen.

    Vorallem so nen Schwachsinn mit ner echten Katastrophe zuvergleichen ist Geschmacklos.

    Der ARtikel würde – wenn er n Ratingsystem hätte – von mir nichtmal Bewertet werden weil selbst ein Stern zuviel ist.

  4. Ich denke halt im allgemeinen dass generell in nächster Zeit nicht mehr so viel verlinkt werden wird wie früher, obwohl grad die Verlinkungen in der Blogosphäre mit das A und O sind.
    So wird doch momentan jeder Link ganz genau unter die Lupe genommen ob es vielleicht ein bezahlter sein könnte, und wenn es den Anschein macht, dass ein Link bezahlt sein könnte, wird doch dem Blogger direkt unterstellt, dass der Artikel nicht authentisch ist nur und geschrieben wurde der Kohle wegen.

    Zu Tim, es macht Sinn nicht nur einzelne Sätze aus dem Context herauszufischen und diese in irgendeiner Art zu interpretieren sondern den ganzen Beitrag im Zusammenhang zu sehen. Von metaphorischer Sprache hast du wahrscheinlich auch noch nichts gehört.
    So habe ich in keinem Wort auch nur annähernd erwähnt dass man sich nun geschlossen gegen Sascha stellen soll. Im Gegenteil, wenn alle zusammenhalten, Sascha inkludiert, dann kann die Sache ganz schnell vergessen sein und zwar in jeder Hinsicht.

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