Samstag , 21 Oktober 2017
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Vollnarkose die Dritte


Nun ist es soweit, in gut einer Woche wird Melvenue, sprich ich, zum dritten Mal in ihrem Leben in eine Vollnarkose gespritzt, geatmet, oder wie auch immer die das diesmal machen…

Ich bin kein Freund von Vollnarkosen (obwohl, wenn es beim Zahnarzt möglich wäre und man das über eine Zahnzusatzversicherung finanzieren könnte, würde ich sie sogar freiwillig nehmen). Mich begleitet hier immer die Angst, dass ich nicht mehr aufwache und den Rest meines Lebens schlafen muss. Besonders doof wäre es dann natürlich noch, wenn man in diesem nicht mehr erwachenden Schlaf auch noch einen Alptraum hätte, denn auch dieser würde dann nicht mehr enden.

Bei meiner ersten Vollnarkose, mhhh, ich glaub ich war 11 oder 13, sowas in der Richtung. Mir wurde der Blinddarm entfernt, oder besser gesagt der Wurmfortsatz, der ja bei eine Entzündung des Blinddarms entfernt wird. Damals fand ich das spannend und dachte mir nichts dabei, das war eher was, worüber man danach in der Schule was zu berichten hatte.

Bei meiner zweiten Vollnarkose war ich bereits Mutter, ich hatte eine Eileiter- und Bauchfellentzündung was zu inneren Blutungen führte, weshalb eine Bauchspiegelung nötig war. An diese Vollnarkose ging ich schon nicht mehr so entspannt. Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass mein Kind, wenn was schief geht, ohne Mutter aufwachsen muss.

Nun kommt also meine dritte Vollnarkose, und mal wieder wird etwas entfernt… Zwar gäbe es Alternativen zur Operation, sie ist demnach nicht zu 100% notwendig, doch der Gedanke an meine Kinder hat mich zu dieser Entscheidung gezwungen. Die Befürchtung und die Angst, dass unter der Alternative meine Kinder leiden könnten ist für mich ein Grund die schnelle Variante zu wählen. Ich möchte für meine Kinder die Mutter bleiben, die ich jetzt bin, die sie kennen und keine geschwächte und gestresste Mama, die vielleicht sogar mit der Situation überfordert wäre.

Daher wird in wenigen Tagen kurzer Prozess gemacht und ich lege mich freiwillig unters Messer. Wirklich gut geht es mir dabei zwar im Moment auch noch nicht, denn die Angst bezüglich der Vollnarkose und den eventuellen Folgen begleitet mich mit jedem Schritt und wird jeden Tag größer, desto näher der Termin rückt.

Wie steht ihr zum Thema Vollnarkose? Kennt ihr diese Ängste oder steht ihr dem Thema ganz entspannt gegenüber?

Bildquelle: Martin Büdenbender / pixelio.de






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9 Kommentare

  1. Ich hatte noch nie eine Vollnarkose und kann auch gut und gern darauf verzichten. Ich habe genau die Ängste, die du beschreibst. Nicht mehr aufwachen, zwischendurch aufwachen, wie geht es mir nach der Narkose und und und. Aber ich wünsche dir dennoch alles Gute! Ich hoffe, dass alles reibungslos verläuft und du alles schnell abhaken kannst!

  2. Du Glückliche!!! Ich war bisher immer ziemlich fertig nach den Vollnarkosen und hab die ersten ein bis zwei Tage danach fast nur geschlafen. Leon hatte ja bereits auch schon ne Vollnarkose und der war bereits ne Stunde danach wieder fit wie ein Turnschuh.
    Mal schauen wie es diesmal kommt, ich hoffe ich komme schnell wieder auf die Beine.

  3. Ich hatte in meinem Leben bislang zwei Vollnarkosen, eine in meiner frühen Kindheit, eine in meiner Jugend.

    Ich hab das beide Male problemlos “vertragen” und stehe aus der Erfahrung heraus dem Thema eher gelassen gegenüber, auch wenn jetzt noch mal eine solche Narkose nötig werden würde.

    Natürlich weiß ich um die Gefahren, die bei so einer Narkose bzw. allgemein bei Operationen lauern können. Andererseits ist die Chance, dass tatsächlich etwas passiert, ja dann auch wieder sehr gering.

    Der Mensch hat halt gerne am liebsten irgendwie alles, was ihn betrifft, unter Kontrolle. Da muss man erst lernen, auch mal “loslassen” zu können, um sein Leben in die Hände anderer Menschen zu geben. Das ist leichter gesagt, als getan. Andererseits steige ich auch ins Taxi, Bus oder Bahn, ohne jedesmal darüber nachzudenken, was alles schlimmes passieren kann, wenn der Fahrer nicht aufpasst. Oder was passieren kann, wenn bei der Herstellung von Nahrungsmitteln geschlampt wird. Oder das in der Kneipe Getränke und Putzmittel verwechselt werden (kommt alles immer wieder vor). Da macht man sich nicht so viele Gedanken drüber, weil es alltäglich und normal ist, dem Fahrer zu trauen, dem Koch im Restaurant oder der Firma, die die Lebensmittel herstellt.

    Im Krankenhaus ist es für die meisten Menschen -glücklicherweise- kein alltäglicher, normaler Aufenthalt. Dementsprechend gehen sie dort anders an die Sache heran. Auch, weil es dort “direkter” um Leben und Tod geht. Baut der Lebensmittelproduzent Mist und kippt versehentlich Gift in mein Essen, kann mich der Arzt im Krankenhaus vielleicht noch retten. Läuft hingegen im Krankenhaus was schief, ist man meist “geliefert”.

    Ich hab das -für MICH- akzeptiert und bin dann ziemlich ruhig und gelassen. Ist ja auch nicht so, als würde man sich “aus Spaß” unter Vollnarkose setzen lassen. Wenn es sein muss, dass ich mein Leben in andere Hände geben muss, dann muss es halt sein und dann wird passieren, was eben passiert.

    Interessanterweise ist es für mich ganz anders, wenn es nicht um mich, sondern jemand anderen geht, der operiert werden muss. Dann bin ich zwar immer noch nicht so “hibbelig” wie viele andere Leute, die man so sieht. Aber auch in mir spüre ich dann eine gewisse Unruhe und Angespanntheit, die ich von eigenen OPs und Krankenhausaufenthalten so gar nicht kenne.

  4. Hi ….ich hatte so eine panik vor der vollnarkose, dass ich am handgelenk mit einer teilnarkose vorlieb nahm….leider hatte ich auch schon 2 kaiserschnitte…der erste war notfall aber ging noch mit spinal..und der zweite auch bei halben bewußtsein…ich würde mir aber nicht all zu große sorgen in diesem fall machen denn die meisten wachen ja wieder auf und bei dir scheint es hinsichtlich deines kindes wirklich die bessere wahl zu sein….und wegen des alptraums würde ich mir auch keine sorgen machen ..denke doch einfach an kind und mann da kannst du doch keinen alptraum bekommen ;)

  5. Ich hatte als Kind eine Vollnarkose. Damals war allerdings das Heimweh schlimmer als alles Andere. Außerdem hatte ich damals eh noch keinen Plan, was da abgeht. Ich denke, dass ich heutzutage auch mit einem leichten Grummeln vor so einer Entscheidung stehen würde.
    Ich wünsche dir alles Gute !

  6. Keine Panik!
    Die Narkose in deiner Kindheit war sicher “tiefer”, als die zur Bauchspiegelung. Denn da bekommt man “nur” eine Einschlafspritze und dann atmet man die Narkosegase ein, das lässt sich sehr gut dosieren und der Anästhesist ist immer bei dir! Das ist nicht sehr “tief”. Sozusagen die “kleine” Narkose. (Beim “Blinddarm” weiß ich es übrigens nicht ganz genau). Nun weiß ich ja nicht, was als nächstes ansteht, aber du hast schon mal Vorteile: du weißt, dass du es gut verträgst und danach nicht tagelang kotzt (hast du jedenfalls nichts von geschrieben)Es gibt so arme Würste, die vertragen das Zeug nicht, das weiß man dann nach der 1. Narkose.
    Ich hatte schon 3 von den “kleinen” Narkosen.. und muss ich mich jetzt schämen..?: ich finde es schön, so weggeschossen zu werden Naja, jedenfalls nicht schlimm, immer wenn ich wieder aufgewacht bin, hatte ich meinen Plüschelefanten im Arm und Kaffeedurst! Und das OBWOHL ich schon als Anästhesieschwester gearbeitet habe!Die passen schon auf dich auf! Sag die einfach, du schläfst, die haben die Arbeit!! Ich drück die Daumen!

  7. also bis jetzt -toi toi toi- brauchte ich sowas noch nicht…dennoch schlummern in mir die selben ängste.ich mein,man denkt zwar immer:ach was,mir passiert schon nix…aber meist ist das doch sehr blauäugig gedacht.
    ich wünsche dir(deiner familie natürlich auch) auch jeden fall alles gute und das du die sache gut überstehst.

  8. Keine Panik, liebe Mel! Die Narkosen von damals kann man nicht mehr vergleichen mit heute. Meine letzte Vollnarkose war 2002 (zur Hochwasserzeit) und mir gings hinterher gleich wieder gut.
    Ich drück dir die Daumen für deine OP.

  9. Danke Euch allen für die lieben Zusprüche!

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