Samstag , 21 Oktober 2017
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“Vermummungsverbot” im Internet


Grad eben les ich auf meinem iPod noch schnell ein paar Nachrichten und was ich da bei N24 entdeckte, nun ja ließ mich doch etwas stutzen:

“Vermummungsverbot” im Internet

Der Vorsitzende der Enquete-Kommision Internet und Digitale Gesellschaft des Bundestags Axel E. Fischer (CDU) fordert im Internet, vor allem in Foren die Abschaffung von Nicknames und plädiert auf die Nennung von Klarnamen.

Durch die Nutzung  von selbst gewählten und ausgedachten Pseudonymen verstecken sich die Forenteilnehmer und drücken sich somit vor der Verantwortung. Weniger Anonymität, mehr Durchsicht müsse her – der neue Personalausweis sei eine super Lösung um sich im Internet zu identifizieren.

Was haltet ihr davon? Weg mit den Nicknames oder versteckt ihr euch selbst gerne dahinter?

Ich halte die ganze Diskussion ja für völlig schwachsinnig. Wer wirklich glaubt er würde sich heutzutage im Internet noch anonym bewegen, nun, der befindet sich wohl auf dem absoluten Irrweg. Immerhin sind Forenbetreiber gegenüber Rechtsmitteln verpflichtet Benutzerdaten preis zu geben um Ermittlungen bei Verstößen gegen aktuell geltende Gesetze nicht zu behindern…

Ich bin ja echt mal gespannt, was bei der “Forderung” rauskommt, wobei ich bezweifel, dass da irgendwas passiert.

Edit: In den Kommentaren kam eben ein sehr schöner Beitrag von Netzpolitik an. Schaut selbst: Meme: Axel E. Fischer fordert…. : netzpolitik.org

Bildquelle: Rike / pixelio.de






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Ein Kommentar

  1. Ich denke nicht, dass bei der Forderung etwas bei herauskommt. Wie du schon richtig sagst, ist man heutzutage ja eh nie wirklich anonym, zumindest nicht gegenüber Strafverfolgungsbehörden, wenn man tatsächlich was schlimmes angestellt hat. Für alle anderen Fälle, in denen die Strafverfolgungsbehörden nicht tätig werden können oder wollen, liegt auch keine strafrechtliche Tat vor. Und bei denen können sich die Leute ja wohl nennen, wie sie wollen.

    Klar würden sich die Leute manches vielleicht 2x überlegen, bevor sie irgendwelchen Müll im Internet produzieren, wenn daneben ihr Klarname stünde. Andererseits können manche Leute auf die Weise auch Dinge offen sagen, die sie im realen Leben so nicht sagen können / dürfen, weil sie z.B. wegen beruflicher oder sozialer Stellung sonst Repressalien fürchten müssten.

    Da leb ich lieber weiter mit dem Müll, den manche produzieren (immerhin kann ein normal denkender Mensch ja auch noch ein wenig filtern und mitdenken^^) und habe dafür auf der anderen Seite auch noch ein gewisses Maß an Freiheit – eben in den Schranken des rechtlich Erlaubten.

    Was ich an der ganzen Sache viel schlimmer finde ist, dass der gute Herr Fischer Vorsitzende der Enquete-Kommision Internet und Digitale Gesellschaft des Bundestags ist. Vorsitzender! Bei so einer Position hätte ich dann doch ein klein wenig mehr Sachverstand erwartet ;)

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