Dienstag , 27 Juni 2017
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Saisonale Leinen Pflicht für Hunde – und was ist mit Katzen?


Gestern war meteorologischer Frühlingsanfang und in vielen Regionen beginnt sie nun wieder die saisonale Leinen Pflicht für Hunde. Grund hierfür ist im weiten Sinne der Schutz der Natur was mit Vogelschutz und dem Schutz von Bodenbrütern zu tun hat. Irgendwo verständlich, schließlich kann die Natur nur dann wachsen wenn die Nester nicht von Hunden verwüstet werden und Bodenbrüter in Ruhe ihre Brutstellen aufsuchen können.

Doch ich frage mich, sind Hunde wirklich die einzige und vor allem auch die größte Gefahr für diese Tiere? Oder schlummern noch viel größere Gefahren draußen rum? Und her will ich noch nicht mal an die vielen Füchse und Waschbären denken, die sich hier bestimmt auch ganz toll ernähren können sondern an ein weiteres Haustier des Menschen.

Warum müssen in der Zeit der Bodenbrüter Hunde an die Leine genommen werden, werden Katzen nach wie vor unbeobachtet draußen ihr Unwesen treiben dürfen. Noch dazu sind Katzen nicht nur Gefahr für Bodenbrüter sondern auch für Vögel die ihre Nester in Bäumen bauen, wo Hunde niemals hinkommen würden, Katzen aber schon.

Warum gibt es also eine Pflicht Hunde an die Leine zu nehmen und keine Pflicht Katzen zu dieser Zeit im Haus oder in der Wohnung zu halten? Katzenfreunde werden nun wieder sagen, dass es die Natur der Katze ist sich in Freiheit zu bewegen und dass man die Natur der Katze nicht einschränken darf, artgerechte Haltung und so weiter. Aber es liegt auch in der Natur des Hundes genügend Aus- und Freilauf zu bekommen und die Möglichkeit zu bekommen mit anderen Artgenossen zu toben und zu raufen. Warum darf man die artgerechte Haltung einer Katze nicht einschränken, die eines Hundes aber schon.

Es ist immer wieder das selbe Thema, Hundehalter zahlen eine Luxussteuer für den halt ihres Tieres, Katzen halten in teils sogar überdimensionalen Mengen darf man ganz ohne etwas dafür zahlen zu müssen. Macht eine Katze in Nachbars Garten, dann ist das OK, denn es ist eben die Natur der Katze, macht ein Hund allerdings in Nachbars Garten, dann ist der Ärger vorprogrammiert. Aber liegt es nicht auch in der Natur eines Hundes dass dieser mal sein Geschäft erledigen muss?

Hunde dürfen nicht auf Kinderspielplätze, was ich trotz dass ich Kinder habe die mit einem Hund groß werden völlig richtig finde, für Katzen gibt es hingegen kein Verbot sich auf Spielplätzen aufzuhalten obwohl sie dort viel mehr Unheil anrichten als ein Hund es in Begleitung seines Besitzers jemals könnte. Katzen legen ihre Geschäfte unbeobachtet in Sandkästen ab, in denen am nächsten Tag Kinder wieder ihre Kuchen backen um diese auch zu essen – herzlich willkommen ihr lieben Krankheitserreger!!!

Ich kann und möchte es einfach nicht verstehen warum Besitzer von Katzen nicht auch endlich mal in die Pflicht genommen werden. Jagt ein Hund einen Vogel oder eine Katze, dann gilt er als schlecht erzogen und muss im schlimmsten Falle zum Wesenstest. Jagt eine Katze hingegen, dann liegt das in ihrer Natur, selbst dann wenn die Jagd durch Nachbarsgärten geht. Komisch nur dass man noch nie was davon gehört hat, dass Katzen Jäger bei der Jagd begleiten, obwohl es doch so in ihrer Natur liegt, Hunde aber sehr wohl Jagdhunde sind, die aber werden als böse und unerzogen hingestellt wenn sie mal ihrer Natur nachgehen.

Dass Hundebesitzer und der Vierbeiner gerne mal schief angesehen werden kann ich teils sogar sehr gut verstehen, spätestens wenn ich bei uns durch den Ort gehe und sehe wie diversen Vorgärten Hundehaufen liegen oder auch mitten auf dem Weg. Natürlich ist es die Pflicht eines Hundehalters diese Haufen zu beseitigen. Genauso schlimm finde ich es allerdings auch, wenn auf meiner Terrasse Katzenhaufen liegen – das gehört sich nämlich genauso wenig wie ein Hundehaufen im Vorgarten.

Und nun ist eure Meinung gefragt, sagt was zum Thema und lasst euch aus.






Deine Meinung?




9 Kommentare

  1. Irgenwo hast du schon recht, es ist echt ein bischen komisch.
    Frage mich, woher das kommt, das die Leute so “hundefeindlich” sind…?

  2. Ich denke in vielerlei Hinsicht sind auch die Hundebesitzer Schuld. Ich sag nur Hundehaufen in Vorgärten und solche Geschichten, nur dass halt alle drunter leiden müssen, auch die eben anständig sind.

  3. Sehe ich ähnlich. Hinzu kommen natürlich einige Berichte über Hunde, die kleine Kinder gebissen bzw teilweise zerfleischt haben. Das habe ich über Katzen bisher nicht gehört ;-)

  4. Hallo :)

    Vor allem das Argument, dass Katzen auch ie Nester auf Bäumen plündern können find ich sehr gut. Wenn ein Hund ohne Leine rumläuft, ist sein Besitzer meist in der Nähe und kann für das ‘Vergehen’ bestraft werden. Eine Katze hingegen ist eigentlich immer alleine unterwegs und der Beitzer nicht zu zuordnen. Es gibt also kaum eine Möglchkeit etwas gegen das streunen der Katzen zu unternehmen…

    lg Lucas

  5. Marcel, das ist aber nicht Thema des Beitrags! Hier geht es darum, dass Hunde an die Leine sollen, weil sie angeblich eine “Gefahr” für die Natur darstellen, wobei Katzen hier tatsächlich die größere Gefahr sind.

    Im Beitrag geht es nicht darum, dass Hunde generell an die Leine sollen zum Schutz der Menschen bzw von Kindern, daher würde ich zu deinem Kommentar sagen “Setzen 6! Am Thema vorbei”! Mein Hund hat noch nie ein Nest ausgeräumt oder gar ein Kind gebissen oder zerfleischt und das obwohl er jeden Tag die Möglichkeit dazu hätte, da er mit zwei Kindern unter einem Dach lebt. Und nur der Ordnung halber, auch Katzen können gefährlich für Kinder sein, die süßen kleinen Gesichter verkratzen, die Kinder nachts im Schlaf ersticken weil sie sich auf sie ins Babybett legen, weil Katzenhaare in die Kinderlunge gelangen und und und… Zudem sind Katzen Krankheitsüberträger und ein Katzenbiss ist nicht schön, kann zu Entzündungen führen die zu lebenslangen Entstellungen führen. Das sind übrigens keine Fantasien von mir, sondern Fälle die passieren, nur werden diese in den Medien nicht so hochgepusht.

  6. “Setzen 6! Am Thema vorbei” weil ich nicht deiner Meinung bin? Lächerlich.

    Du hast das “Nest ausräumen” als ein einzelnes Argument von Vielen gewählt und nicht als generellen Aufhänger des Beitrags. Ich bezog mich im Besonderen auf den Abschnitt mit den Kinderspielplätzen. Wo ist denn dort mein Beitrag am Thema vorbei, wenn ich auf Medienberichte hinweise, wo es tatsächlich zu Übergriffen von Hunden auf Kindern kam? Diese Berichte sind im Übrigen auch keine Fantasie von mir. Diese Fälle passieren auch, selbst wenn sie von den Medien hochgepusht werden. Da hilft auch kein ach so toller und anwesender Hundebesitzer, der entweder a) das vllt sogar noch gut findet oder b) seinen Hund nicht im Griff hat.

    Nur weil dein Hund friedlich ist und mit Kinder zusammenleben sind alle Hunde nicht generell kinderlieb. Auch Katzen sind nicht generell böse.

    Verstehe mich nicht falsch, bin selbst kein großer Freund von Katzen und habe lange Zeit eigene Hunde besessen. Aber argumentativ ist das schon sehr stark katzenhassend und Tunnelblick-mäßig. Andere Meinungen werden hier wohl nicht gerne gesehen und mit schlechten Beurteilungen bewertet. Schönen Dank auch!

  7. Lesen kannst du, oder? In dem Beitrag geht es um saisonale Leinen-Pflicht wegen Bodenbrütern – genau das ist der Aufhänger und das Hauptthema des Beitrags!!!

    Hunde sind auf Spielplätzen nicht nur saisonal verboten, sondern generell und wenn du lesen kannst hast du sicherlich auch bemerkt dass ich das gut finde! Hunde sind in erster Linie auf Spielplätzen aus hygienischen Gründen verboten, denn sie dürfen auch an der Leine und mit Maulkorb nicht auf Spielplätze! Bei den Spielplätzen geht es darum, dass Hunde unhygienisch sind und dort hinmachen könnten, ansonsten dürften sie an der Leine und mit Maulkorb ja dort hin, oder?

    Du hast dich an einem Punkt des Beitrags fest gemacht, der lediglich ein weiteres Beispiel aufzeigt wo Katzen regelmäßig Schäden anrichten können, wo man Hunde direkt von fernhält, nämlich dem Spielplatz. Ich finde es nicht gut, wenn meine Kinder in öffentlichen Sandkisten spielen wo vorher Katzen ihr Geschäft verrichtet haben.

    Und im generellen regt es mich natürlich auf, dass Katzenbesitzer nicht in die Pflicht genommen werden, während Hundebesitzer für alles zahlen müssen.

    Und das hat nichts damit zu tun, dass du nicht meiner Meinung bist, dass ich dich mit Setzen 6 eingestuft habe, denn du hast mit keiner Silbe erwähnt dass du dich alleine auf den einen Satz mit dem Spielplatz bezogen hast… etwas genauer wäre da sicherlich hilfreich gewesen, aber wie gesagt, auch bei Kinderspielplätzen hat das rein gar nicht mit der “Aggressivität” von Hunden zu tun.

    Und zu guter Letzt merke ich auch ob ein Kommentar, des kommentierens wegen gesetzt wurde oder um zweitklassige Links zu streuen ;-)

  8. Hi, also mel, du hast mich mit deinem Beitrag wirklich zum Nachdenken gebracht, da ich Hunde- (Golden-retriever) und Katzenbesitzerin bin.Ich beseitige immer das Häufchen von Benno, wenn wir Gassi gehen, das ist für mich selbstverständlich! Meine Katze hat Ihren eigenen Ein- und Ausgang und Sie wird sicherlich auch mal in den Nachbargärten Ihr Geschäft verrichten, ich hatte noch nie Ärger mit meinen Nachbarn oder eher gesagt, ich hatte noch keine Beschwerden, deshalb.Aber nun werde ich etwas ändern, da ich das absolut nicht möchte, das meine Katze, die Gärten oder Bürgersteige verschmutzt.Sie ist noch sehr jung, daher denke ich darüber nach sie an eine Katzenleine zu gewöhnen.

  9. Du hast recht, so denkt man darüber nie nach… Katzen können den Vögeln sogar noch viel gefährlicher werden als Hunde, denn die können ja sogar problemlos auf Bäume klettern und Nester ausnehmen oder ide Vögel viel lautloser jagen.. Vor einem Hund brauchen Vögel gar nicht so sehr beschützt werden. Eine Katze mit Leine sieht zwar komisch aus, aber unter dem Gesichtspunkt ist der Leinenzwang eigentlich auf den falschen Schwerpunkt gelegt

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