Dienstag , 27 Juni 2017
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Religion und Glauben


Bild: www.de.wikibooks.org

Auch wenn ich kein besonders gläubiger Mensch bin, jedenfalls was die Geschichten betrifft, die einem in der Kirche so vorgegaukelt werden, so interessiert mich das Thema Religion und Glauben doch in irgendeiner Art ungemein. Nicht dass ihr jetzt denkt, ich glaube an gar nichts oder so… so ist es ja auch nicht, denn ich glaube schon, dass da draußen eine höhere Macht existiert, welches ich gerne Schicksal nenne. So bin ich der festen Überzeugung, dass alles und ich meine wirklich ALLES im Leben einen Sinn hat, mag es im ersten Moment auch noch so sinnlos erscheinen. Was ich genau meine möchte ich kurz erklären, denn so habe ich schon in eigener Erfahrung sehr deutlichen Kontakt zu dieser höheren Macht gehabt.

Als mein Vater starb war ich mit Leon im 5. Monat schwanger. Mir erschien das Ganze natürlich als sehr sinnlos, ungerecht, gemein – mein Vater wünschte sich so sehr ein Enkelkind. Allerdings war mein Vater schwer krank und es war abzusehen, dass er nicht mehr lange durchhält. Auf der anderen Seite lief es in meiner Schwangerschaft auch nicht rosig, es hieß sogar, dass die Wahrscheinlich sehr hoch wäre, dass mein Kind nicht überlebensfähig sei… Nun gut, worauf will ich hinaus? Desto mehr Hoffnung es für mein Baby gab, dass vielleicht doch alles in Ordnung sein kann, desto schlechter ging es meinem Vater. Ich bin mir sicher und glaube fest daran, dass das Leben nur Platz für einen von den beiden hatte. Einer durfte bleiben und einer musste gehen! Mein Vater wusste dass es nicht gut aussieht in meiner Schwangerschaft und ich bin überzeugt davon, dass er mit dem Schicksal einen Deal geschlossen hat: “Nimm mich, aber lass dieses Kind leben!” Und so kam es dann auch…

Auf der anderen Seite kenne ich einen Menschen der seine Familie verraten und das Ansehen seines eigenen Vaters beschmutzt hat. Ich finde eine schlimmere Sünde kann man im Leben nicht begehen. Doch auch für solche Menschen hält das Leben gerechte Strafen bereit. Strafen, die einem solchen Schmerz, die der Vater empfunden haben muss, sehr ähnlich sein müssen. So wünscht sich dieser jemand ein Kind, doch der Wunsch blieb ihm bis jetzt verwährt. So dauerte es zum einen sehr lange bis überhaupt eine Schwangerschaft in Sicht war und zum anderen hat seine Frau bereits zwei Kinder durch Fehlgeburt verloren. Für diese Frau tut es mir unendlich leid, doch für ihn scheint es mir die gerechte Strafe zu sein, denn das Schicksal hat es so gewollt.

Naja, um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen: Religion!

Zur Zeit habe ich mehrere Bücher in meiner Pipeline, die in irgendeiner Form mit dem Thema zu tun haben. Ob es un eine satanische Sekte ist oder eben das Buch von Sarrazin. Was ist eigentlich eine Religion oder eine Glaubensrichtung? Sind nicht auch die großen Religionen in gewisser Weise Sekten? Sekten die erlaubt und geduldet werden? Jede Religion glaubt irgendwie ja an unterschiedliche Dinge und irgendwie doch an das Selbe – an Gott, Gott-Mutter, Seth, Allah, und wie sie alle heißen… jeder Glauben hat seine eigene Geschichte und stellt die Geschichten der anderen Glaubensrichtungen in Frage. Doch haben die einzelnen Religionen einen Beweis für ihre Erzählungen und Überlieferungen? Welche Geschichte welcher Religion stimmt den nun? Immerhin ist jeder einzelne Gott der verschiedenen Religionen ja der einzig Wahre… In Anbetracht dessen, dass sich die Jahreszahlen auf unserem Planeten nach dem christlichen Glauben richten (2010 n.Chr.) halte ich den christlichen Glauben ja irgendwie am glaubwürdigsten. Doch wenn Jesus am 24. Dezember geboren wurde, warum ist dann Neujahr am 01. Januar? Und warum gibt es dann gleich mehrere christliche Glaubensformen wie evangelisch oder katholisch?

Interessant finde ich zum Beispiel auch die einzelnen Interpretationen der Religionen. So sind doch die streng gläubigen Katholiken der Meinung Sex vor der Ehe sei eine Sünde. Doch wo steht das geschrieben? In den 10 Geboten? In der Bibel? Hab ich irgendwo nicht aufgepasst? Oder ist das doch eher eine Sache, die in dieser “Sekte” halt einfach mal so in den Raum gestellt wurde…?

Warum tragen Muslime Kopftücher, Burkas oder gar keins von beidem? Was ist denn nun eigentlich richtig? Burka oder reicht ein Kopftuch? Wo steht das geschrieben, was richtig ist und dass es so ist? Es gibt doch auch gläubige  Muslime, die ohne “Vermummung” durchs Leben gehen und sogar sagen, dass davon im Koran nichts steht. Gibt es verschiedene Korane oder sind das auch alles wieder nur Vorgaben der einzelnen “Sekten”?

Warum feiern Muslime die in Deutschland leben eigentlich Weihnachten? Ich dachte sie glauben nicht an unseren Herrn Jesus? Wir feiern doch auch kein Ramadan nur um einen Feiertag mehr im Kalender zu haben, oder?

Auch verstehe ich nicht warum wir auf alle Religionen Rücksicht nehmen müssen und uns den anderen Religionen in unserem eigenen Land anpassen müssen? Wenn wir woanders hin gehen müssen wir uns doch auch den Gegebenheiten anderer anpassen, oder? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es in einem muslimischen Land so viele christliche Kirchen gibt wie es in unserem Land Moscheen gibt… Es wird darüber diskutiert ob Lehrerinnen an deutschen Schulen Kopftücher tragen dürfen/sollen oder nicht…

Ich versteh dieses ganze Religionsgedöns nicht, kann es mir jemand erklären? Ich weiß nur, dass Religion der häufigste Grund für Kriege ist! Auch das wundert mich, denn Religion spricht doch von Nächstenliebe und eigentlich soll Religion doch was schönen sein was miteinander verbindet?!?! Aber auch hier kommt der Aspekt Sekte für mich wieder deutlich zum Vorschein, denn in einer Sekte zählt nur die eigene Sekte und der eigene Glauben und alle die anders glauben müssen bekehrt werden ansonsten werden sie nicht akzeptiert…






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4 Kommentare

  1. Oh man, jetzt hast du aber ein Fass aufgemacht! Hm, wo soll ich anfangen?! Wie du vielleicht schon bei mir gelesen hast, bin ich Christ. Aber kein Katholik oder Evangelikaler, sondern ich gehöre einer Freikirche an. Nein, das ist keine Sekte! Das kann ich bestätigen! Es gibt nichts schöneres, als einen Gott hinter sich, vor sich, immer um sich zu haben, der für einen sorgt, der weiß, was richtig ist und zu dem man immer kommen kann. Es würde jetzt den Rahmen sprengen. Wir können uns gerne mal per Mail darüber austauschen. Aber ich denke, der Einzige, der dir Antworten geben kann, ist letztlich Gott selbst. Die Erfahrungen sind es, die uns glauben lassen. Die Beziehung zu einem lebendigen Gott. Aber die Erfahrung muss jeder selber machen. Du hast sie ja schon ansatzweise mit deinem Dad gehabt.

  2. Gerne können wir uns da mal “unter 4 Augen” drüber unterhalten, sehr gerne sogar. Am Anfang erwähnte ich ja bereits, dass mich das Thema interessiert und ich höre mir da gerne verschiedene Meinungen an.
    Ich selbst bin in dem “Verein junger Christen Apen”, der Träger dieses Vereins ist natürlich die Kirche. In diesem Verein geht es um Gemeinschaft, Zusammenhalt, Unterstützung, Familien – das alles finde ich gut an Kirchen, Religionen…

    Aber ich mache auch gern mal ein Fass auf um Diskussionen anzuregen und Menschen zum Nachdenken zu bringen – dafür sind sowohl mein Männe als auch ich bekannt ;-)

  3. Ihr könnt mich ja in euer schönes Haus einladen, ich komme gerne ;)

  4. Klar, warum nicht… Sag einfach bescheid, wenn du das nächste Mal hier in der Gegend bist, dann kannst du gerne bei uns vorbei kommen.

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