Mittwoch , 28 Juni 2017
Startseite » Allgemein » KunterBunt » Operation gelungen – Patient tot

Operation gelungen – Patient tot


Und zum Glück kann ich das von meiner OP am gestrigen Tage nicht behaupten. Zwar ist die OP wie ich das nun im ersten Moment mal beurteilen kann gelungen, hoffentlich treten hier in den nächsten Tagen oder Wochen keine Folgeerscheinungen auf, aber im Gegensatz zum obigen Sprichwort habe ich zunächst einmal die OP überlebt. Puuuh, noch mal Glück gehabt ;-)

Nachdem ich die letzten Tage vor der OP weder Zeit noch Kopf hatte mich vor den Computer zu setzen musste ich heute erst mal meinen Feedreader abarbeiten in dem sich über 200 neue Artikel befanden – ganz schön Zeitaufwändig das alles… Und nun, wo ich endlich durch bin und es mir wieder viel besser geht als noch vor 36 Stunden möchte ich euch ein wenig über mein Operationserlebnis berichten.

Die Operation an sich war eigentlich eher unspektakulär für mich, schließlich fand sie unter Vollnarkose statt und ich bekam daher von der OP selbst irgendwie gar nichts mit. Das Aufwachen war dann allerdings so im Nachhinein echt ein witziges Erlebnis…

Als ich da so in meinem tollen Relax-Sessel vorm brennenden Kamin saß rüttelte mich jemand am Arm begleitet von den Worten “Aufwachen Melanie, der Leon ist da” und ” Hallo Melanie, wachen sie auf, der Leon wartet auf sie”. Gespannt machte ich die Augen auf sah aber keinen Leon und fragte deshalb nach ihm, wo er denn sei. Zwei nette Gestalten halfen mir aus meinem gemütlichen Relax-Sessel hoch und begleiteten mich auf meine Wohnzimmercouch, die laut Aussagen der netten Gestalten doch viel gemütlicher als mein Relax-Sessel sei. Da ich Leon auf der Couch vermutete spielte ich das Spiel mit, doch auch auf der Couch war Leon nicht. Ich fragte noch einmal nach ihm und bekam die Antwort das Leon Zuhause bei seinem Papa sei… Nun gut, das akzeptierte ich in diesem Moment und fragte die zwei netten Gestalten ob ich denn nun weiter schlafen könne. “Natürlich” bekam ich zur Antwort.

Als ich wenige Minuten später dann tatsächlich wieder zu mir kam und meine Augen öffnete befand ich mich in einem sehr hellen aber doch sehr freundlichen Raum wieder, mit fremden Personen um mich rum. Ich fragte erst mal in den Raum wo ich denn hier sei und wo der Leon ist. Was Leon betrifft bekam ich wieder die Auskunft, dass er Zuhause bei seinem Papa sei und die Antwort auf die erste Frage war dann der Aufwachraum in der Tagesklinik in der ich operiert wurde…

Erst gegen Abend zu Hause erinnerte ich mich an die Konversation die sich scheinbar in meinem Wohnzimmer abspielte. Der Relax-Sessel auf dem ich so schön schlief war wohl der Operations-Tisch / Stuhl auf dem ich mich befand, und der Weg zur Couch dementsprechend der Weg vom OP in den Aufwachraum. Die Konversation hat laut Aussagen der Schwestern wohl auch nicht so wirklich statt gefunden, zwar fragte ich im Halbschlaf ständig nach Leon und sie versuchten dann erst mal raus zu bekommen wer das eigentlich ist, was ich ihnen auch bereitwillig erzählte.

An die tatsächlich statt gefunden Konversation erinnere ich mich auch jetzt nicht, lediglich an das Geschehene aus meiner Traumwelt, das ich so im Halbschlaf erlebte. Die Ärzte und Schwestern müssen mich schon für ganz schön durchgeknallt gehalten haben, denn die anderen Damen vor und nach mir, die aus dem OP in den Aufwachraum gebracht wurden kamen da nicht so verwirrt und gestört an wie ich.

Alles in allem habe ich mir den Tag gestern viel schlimmer vorgestellt als er dann tatsächlich war. Das Personal in der Klinik war einfach nur vorbildlich und auch die Klinik an sich war in einem top gepflegten, modernen und sehr sauberen Zustand. Auch das “Zusammenleben” mit den anderen Patientinnen im Vorbereitungsraum der gleichzeitig auch der Aufwachraum war, war sehr angenehm und teilweise sehr witzig auf Grund der Gespräche die dort entstanden sind. Bei Zwieback, Keksen, Tee und Kaffee kam da sogar fast schon Vorweihnachtliche Stimmung in unseren Engelshemdchen auf.

Bildquelle: Henrik G. Vogel / pixelio.de






Deine Meinung?




4 Kommentare

  1. Sach ick doch! Und ich mag diese Verwirrung, so viel kann man gar nicht sauf… an Alkohol zu sich nehmen, um so lustige Sache zu sehen und zu “erleben”
    Jetzt wünsche ich dir schnelle Genesung für Leib und Seele!

  2. Danke, mir geht es allerdings schon erstaunlich gut, viel besser als ich gedacht hätte. Klar noch ein paar Schmerzen, aber die sind mit dem einen oder anderen Mittel gut in den Griff zu bekommen.

  3. Schön, dass du wieder unter uns weilst und alles gut gelaufen ist! :) Werd schnell fit!

  4. Es ist schon im Vergleich von Vorgestern zu Heute ein Himmelweiter Unterschied was mein Wohlbefinden betrifft. Was so eine kleine Operation manchmal für eine riesen Wirkung haben kann, das ist schon enorm. Ich denke zwar dass das meiste nur Kopfsache ist, aber egal, so lange es hilft ist es ja egal woher die Besserung kommt.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>