Mittwoch , 28 Juni 2017
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Niedersächsisches Hundegesetz – Was ist zu beachten


Dass es in Niedersachsen ein neues Hundegesetz gibt, das sollte mittlerweile hinreichend bekannt sein, seit dem 01. Juli 2013 ab sind alle Regelungen die das neue Hundegesetzt in Niedersachsen beinhaltet in Kraft getreten. Ziel des niedersächsischen Hundegesetzes ist es, dass Beißattacken zukünftig der Vergangenheit angehören. Ob dieses Ziel realistisch ist, halt ich für fraglich, sicher ist aber, dass wenn alle sich an das Gesetzt halten, der Halter des Hundes im Falle einer Beißattacke schnell ermittelt ist, auch wenn dieser nicht vor Ort war.

Viele Hundebesitzer sind nicht besonders glücklich mit dem neuen Hundegesetz, denn zunächst einmal ist es für viele Hundehalter mit Kosten verbunden. Kosten die für viele Hundebesitzer bereits seit Jahren zum obligatorischen Standard gehören, für manch einen aber neu und scheinbar unnötig sind.

Hier die neuen Regelungen die seit 01. Juli 2013 in Kraft getreten sind:

1. Jeder Hundehalter benötigt eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung

Diese Tierhalter- oder Hundehalter-Haftpflichtversicherung dient dazu, dass ein Hundehalter mögliche Schäden die durch seinen Hund entstehen auch begleichen kann. Hierzu gehören nicht nur Sachschäden sondern auch Personenschäden, die schnell in unermessliche Höhe schießen können. Schäden durch einen Hund können schnell entstehen, nicht nur durch ein Biss! Auch wenn ein Hund sich von der Leine losreißt und dadurch beispielsweise einen Autounfall verursacht, ist dieser Schaden durch die Versicherung abgesichert. Aber auch Schäden die von einem Hund am Mietshaus oder der Mietswohnung verursacht werden kann man der Hundehalter-Haftpflichtversicherung melden.

2. Jeder Hund muss mit einem Mikro-Chip gekennzeichnet sein

Der Mikro-Chip dient in erster Linie zur Identifizierung des Hundehalters. Ist der Hund ungewollterweise mal alleine  unterwegs, so ist der Halter auf Grund der Chip-Nummer schnell gefunden. So kann im Falle einer unkontrollierten Beißattacke der haftbare Halter schnell ermittelt werden. Aber auch Hundehalter können von diesem Mikro-Chip profitieren, sollte der geliebte Hund doch einmal entlaufen so ist die Wahrscheinlichkeit große, dass der Hund dank seiner Mikro-Chips wieder schnell nach Hause findet.

3. Jeder Hundehalter benötigt einen Sachkundenachweis

Jeder Hundebesitzer ist dazu verpflichtet eine gewisse Sachkunde in der Hundehaltung nachzuweisen. Einen Sachkundenachweis in Form einer Prüfung muss jeder Hundehalter ablegen, der sich nach Juli 2011 erstmalig einen Hund angeschafft hat. Besitzt man schon länger einen Hund oder hat früher schon mal einen Hund gehalten, so muss man diese Erfahrung nachweisen, die bloße Behauptung bereits Erfahrung mit Hunden gemacht zu haben reicht nicht aus. Der Sachkundenachweis besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil und ist nicht zu vergleichen mit einem Wesenstest. Bei der Sachkundeprüfung soll unter anderem nachgewiesen werden, dass der Hundehalter den Hund einschätzen kann und eventuell gefährliche Situationen erkennt. Der Hundehalter sollte in der Lage sein etwaige Gefahren vorzubeugen und seinen Hund so kontrollieren können dass weder Gefahren noch Belästigungen für andere Menschen entstehen.

Doch was die wenigsten Hundebesitzer wissen, diese drei oben genannten Punkte reichen noch nicht aus. Alle Hundehalter müssen ihre Hunde bis spätestens zum 01. August 2013 anmelden. Hierbei ist allerdings nicht die Anmeldung auf der Gemeinde zur Steuerermittlung gemeint. Jeder Hund muss zusätzlich im Hunderegister von Niedersachsen registriert werden. Diese Registrierung kann man online machen, welche die schnellste und günstigste Form ist, oder aber schriftlich oder per Telefon.

Telefonische Registrierung: einmalige Kosten EUR 27,97 unter der Runummer 0441-39010400

Online Registrierung: einmalige Kosten EUR 17,26 auf der Internetseite www.hunderegister-nds.de

Beim Verstoß gegen das Hundegesetzt droht dem Halter eine Geldbuße für eine Ordnungswidrigkeit in Höhe vom EUR 10.000! Als Verstoß zählt auch die NICHT-Registrierung – hier ist Vorsicht geboten, denn die Kommunen informieren die Hundehalter nicht über diese Neuerung, da man davon ausgeht, dass Hundehalter sich über Zeitung und andere Medien darüber informieren können.






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2 Kommentare

  1. Ich bin Hundehalter, allerdings nicht in Niedersachsen. Punkte 1-3 finde ich super. Wir haben eine Tierhalterhaftpflich, unser Hund ist gechipt und auch bei Tasso registriert und wir gehen, seit wir unseren Hund haben in die Hundeschule. Zum einen weil wir möchten das unser Hund gehorcht und zum anderen, das unser Hund auch mal ungestört mit anderne Hunden spielen kann. Nirgends findet man so viele Hunde wie in der Spielstunde und alle können sich austoben.
    Der letzte Punkt mit der Registrierung ist aber echt das letzte. Die Leute nicht zu informieren ist für mich einfach nur Geldmacherei. Sonst schreiben die Ämter doch auch wegen jedem Blödsinn einen an.

  2. Bei unserem Golden Retriever ist es eigentlich genauso!Ich finde es auch wichtig für den hund in die Hundeschule zu gehen, er lernt gemeinsem mit den anderen Hunden, kann sich austoben und so weiter und so fort!!!

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