Freitag , 18 August 2017
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Neues Hundehaltergesetz in Niedersachsen sorgt für Gesprächsstoff


Gestern ist in Niedersachsen ein neues Gesetz für Hundehalter in Kraft getreten. Ein Gesetz, welches für Gesprächsstoff sorgt, so fragen sich viele betroffene Hundehalter ob dies nun die Bestrafung dafür sei, dass man einen Hund halte, da bei der Durchführung der Auflagen gerne mal rund 400 Euro auf einen Hundehalter zukommen können.

Doch worin besteht das Gesetz? Warum wird es so laut diskutiert?

Das neue Hundehaltergesetzt stützt sich auf die folgenden drei Säulen:

  1. Jeder Hund in Niedersachsen muss gechipt werden
  2. Für jeden Hund in Niedersachsen benötigt man eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung
  3. Jeder Hundehalter benötigt eine Eignung zum Halten des Hundes, sprich den sogenannten Hundeführerschein

Für viele Hundehalter hingegen sind diese Punkte nicht neues und kein Grund zur Aufregung oder gar zur Sorge. Bedenken sollte man auch, dass hier nun mit einem Schlag zwar 400 Euro auf einen zukommen können, im Krankheitsfall dieser Betrag aber auch gerne mal bei 4.000 Euro liegen kann.

Was Punkt 1 betrifft, so liegt es doch auch im eigenen Interesse seinen Hund chippen zu lassen. Entläuft der Hund kann durch den Chip der Halter ermittelt werden und Halter und Hund finden ganz schnell wieder zueinander. Das ist natürlich ein großer Nachteil für die Menschen, die mal eben ganz unbedacht einen Hund zu Weihnachten verschenken, ans eigene Kind, um den Hund dann im Sommer wieder auszusetzen. Denn auch hier wird der Halter durch den Chip nun ermittelt und der Halter wird zur Verantwortung gezogen. Es ist ganz klar ein Punkt, der die Tierheime in Niedersachsen entlasten soll und Vorsorge trifft, dass zukünftig weniger Hunde am Straßenrand ausgesetzt werden.

Hunde die bereits gechipt sind benötigen keinen neuen oder zusätzlichen Chip. Lediglich die Adressdaten sollte man gegebenenfalls im Falle eine Umzugs überprüfen und ändern lassen.

Punkt 2, die Hundehalter-Haftpflicht sollte ebenso selbstverständlich für einen Hundehalter sein, wie die eigene Haftpflichtversicherung. Reißt sich ein Hund von der Leine und rennt beispielsweise vor ein Auto können hier nicht nur immens hohe Sachschäden entstehen, auch Personenschäden sind hier abgedeckt. So eine Situation kann schneller entstehen als einem lieb ist. Auch tritt die Versicherung bei Schäden in Kraft, die in einem Mietshaus oder einer Mietswohnung durch Hunde verursacht werden, wie zum Beispiel Kratzer am Fußboden oder an Türen. Aber auch hier können durchaus andere Schäden entstehen.

Der Hundeführerschein wird nicht für alle Hundehalter zur Pflicht. Kann man bereits eine mehr als zweijährige Erfahrung mit Hunden oder einem Hund nachweisen, so ist eine Hundehalter-Eignungsprüfung nicht nötig. Betroffen sind lediglich Hundehalter, die weniger als zwei Jahre Erfahrung mit einem Hund haben und zukünftige Hundehalter die in der Vergangenheit noch nie einen Hund hatten.

Mit diesem Gesetz werden ganz klar die Hundehalter mehr in die Verantwortung gezogen. Verzichtet man nun auf Grund dieses Gesetzes auf die Anschaffung eines Hundes oder schafft gar seinen neu erworbenen Hund wieder ab, so ist dies in den meisten Fällen sogar besser für das Tier. So ist es doch ersichtlich, dass diese Menschen keine Verantwortung für ihren Hund übernehmen wollen. Verzichtet man nun aus finanziellen Gründen auf einen Hund, so werden nun Hundehalter wenigstens zu der Überlegung  gezwungen ob man sich einen Hund überhaupt leisten kann. Denn auch Tierarztbesuche und der normale Unterhalt eines Hundes kostet Geld, was manch einer im Vorfeld nicht bedenkt.

Für uns ändert sich durch dieses Gesetz nichts. Unsere Hunde sind gechipt und eine Hundehalter-Haftpflicht existiert ebenfalls für beide Hunde. Da wir bereits mehrere Jahre mit unseren Hunden verbringen und demnach die geforderte Erfahrung nachweisen können ist auch der Hundeführerschein für uns kein Thema.






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6 Kommentare

  1. Diese Gestze sollten einheitlich gelten. Gerade mit dem Hundeführerschein finde ich richtig. Ist das mit der Haftpflicht nicht sowieso Pflicht? Weiß ich jetzt nicht genau. Aber ich finde das sinnvoll und da gibt es auch gar keine Diskussionsgrundlage!

  2. Die Hundehalter-Haftpflicht war bisher keine Pflicht, lediglich die Hundesteuer ;-)

    Ich finde das Gesetz auch völlig in Ordnung und auch sinnvoll, jeder verantwortungsbewusste Hundehalter wird das genauso sehen. Den schwarzen Schafen, die mal so ganz nebenbei einen Hund haben, denen wird das Leben halt zu Recht jetzt etwas schwerer gemacht.

  3. Ich finde alle 3 Punkte sehr sinnvoll. Stimme dir da bei allen Punkten eigentlich voll und ganz zu.
    Es gibt viel zu viele Hundehalter die sich nicht verantwortungslos gegen über ihren Hunden verhalten. Auch wenn 400€ vielleicht im ersten Moment für einige Familien viel Geld ist, so ist dem Hund damit doch am meisten geholfen.

  4. 400 Euro sind natürlich im ersten Moment viel, aber ich glaube die wenigsten müssen das nun tatsächlich mit einem mal entrichten. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die meisten Hundebesitzer eine Hundehalter-Haftpflicht haben und für die die dann noch ihren Hund länger als zwei Jahre haben würde dann ja nur das chippen dazukommen.

    Wie gesagt, für uns ändert sich rein gar nichts, wie haben alle Pflichten bereits vor Gesetzgebung erfüllt und das ganz freiwillig.

  5. Ich finde die neue Gesetzgebung in Ordnung.Es müsste
    jedoch noch mehr an die Verantwortung der Hundehalter
    apelliert werden.Wie oft sieht man einen grossen Hund
    ohne Leine und der Besitzer ruft von weitem “Der tut nichts,der will nur spielen”
    Leider weiss ich auch nicht wie ich es nachweisen kann,
    das ich bereits mehrer Hunde gehabt habe.
    Können sie mir das beantworten?
    Wenn man sich einen Hund fürs Leben anschafft,dann sollte man daran denken das ein Hund auch Kosten verursacht.
    Eine Haftpficht sollte als selbstverständlich zählen

  6. @etomino, ja die freilaufenden Hunde die auf einen zugestürtm kommen sind in der Tat so eine Sache. Dass es Menschen gibt die Angst haben verstehen viele nicht. Selbst ich, wo ich selbst Hunde habe, bekomme es in so einer Situation mit der Angst zu tun.

    Nachweisen dass man bereits Hunde hatte? Meine Hunde haben beide Papier, ansonsten hat man doch auf jeden Fall einen Impfausweis vom Hund. Ich denke das sollte als Beweis reichen.

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