Sonntag , 22 Oktober 2017
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Neue Schweinegrippe-Welle – Wie groß ist die Gefahr?


Für Experten ist das erneute Auftreten der Schweinegrippe, nachdem die Pandemie im August 2010 für beendet erklärt wurde, nichts überraschendes. In der Bevölkerung allerdings, was natürlich durch die Medien begünstigt wird, sind durch die beiden neuen Todesfälle, die in Göttingen bekannt gegeben wurden, erste Anzeichen von Panik zu erkennen.

Bei den beiden Toten handelt es sich um ein 3jähriges Mädchen und einen 51jährigen Mann. Bei dem 51jährigen konnte die Todesursache auf Grund der Infektion mit dem H1N1-Virus noch nicht bestätigt werden, da der Patient an mehreren Vorerkrankungen litt. Auch waren diese beiden Fälle in Göttingen nicht die ersten Todesfälle seit Ende der Pandemie wie eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts bekannt gab. So starb bereits im Oktober 2010 eine 20jährige mit chronischen Vorerkrankungen an Multiorganversagen, nachdem sie sich mit dem H1N1-Virus infiziert hatte.

Zwei der drei Todesfälle hatten also Vorerkrankungen, doch warum starb das 3jährige Mädchen? Die europäische Seuchenzentrale ECDC in Stockholm gab im vergangenen Jahr bekannt dass jeder dritte Verstorbene durch die Schweinegrippe eine Co-Infektion durch Pneumokokken hatte. Pneumokokken sind gefährliche Erreger, die eine lebensbedrohliche Lungenentzündung hervorrufen können. In der offiziellen Impfempfehlung der STIKO sollen Kleinkinder, chronisch Kranke und Menschen über 60 generell gegen Pneumokokken geimpft werden.

Natürlich kann ich hier nur Vermutungen anstellen, da ich die Krankenakte der 3jährigen und den Krankenverlauf nicht kenne, aber es könnte doch sein, dass sich die Eltern der 3jährigen auf Raten von Impfgegnern gegen die klassischen Impfungen entschieden haben, da Impfungen ja so viele Risiken mit sich bringen. Vielleicht ist das Mädchen tatsächlich an einer Lungenentzündung die durch Pneumokokken ausgelöst wurde gestorben und hätte durch eine einfache kleine Impfung verhindert werden können.

Generell raten Experten sich gegen Grippe impfen zu lassen, eine besondere Schutzimpfung gegen den H1N1-Virus wird es in diesem Jahr allerdings nicht mehr geben, da die normale Grippeschutzimpfung diesen nun mit abdeckt. Vor allem Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke sollen sich gegen die Grippe impfen lassen, da die Gruppen zu den sogenannten Risikogruppen gehören.

An der saisonalen Influenza sterben laut dem Robert-Koch-Institut jährlich zwischen 8.000 und 10.000 Menschen allein in Deutschland. Im Vergleich hierzu sind an der Schweinegrippe während der Pandemie gerade mal rund 250 Menschen in Deutschland gestorben und dennoch gab es hier bei weitem mehr Panik als bei der Influenza, die uns jedes Jahr aufs Neue erwischt.

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de






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4 Kommentare

  1. Ich lasse mich in diesem Jahr nicht wieder verrückt machen und warte ab.

  2. Gute Einstellung Horst. Ich schaue dem ganzen auch entspannt entgegen. Hatte schon mal die Influenza und wie man sieht überlebt. Kenne einige die im letzten Jahr die Schweinegrippe hatten und die waren nur unwesentlich mehr krank als bei ner starken Erkältung.

  3. Ich bin – wie jedes Jahr – gegen die “normale” Grippe geimpft und das reicht mir. Das mache ich auch nur, weil ich ebenfalls mal mit einer Influenza darnieder lag und es mir wirklich dreckig ging (zwei Wochen fest gelegen und danach noch mind. vier Wochen wackelige Knie und Schweißausbrüche).
    LG Maksi

    (ich habe übrigens durch Wolfs Weblog zu dir gefunden)

  4. Ich habe mich nur letztes Jahr gegen die Influenza impfen lassen auf Grund meiner Schwangerschaft, da sich die Influenza während einer Schwangerschaft nur sehr schwer behandeln lässt. Ansonsten lasse ich mich nicht impfen, da man trotz Impfung die Influenza bekommen kann, da jedes Jahr neue Erreger dazu kommen können, die in der Impfung nicht abgedeckt werden.

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