Sonntag , 20 August 2017
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Mit einem Nokia 1800 Flugenten zur Nachtruhe verhelfen


Vor kurzem schrieb mein werter Gatte ja schon einmal einen Beitrag über mein mega innovatives Nokia Handy, dass sich neben anderen essentiellen Funktionen sogar als Kindertelefon tarnen kann.

Nun gut, anfangs war ich ja nicht so begeistert davon, mittlerweile bin ich aber überzeugt, dass es weltweit kein besseres Handy gibt und schon gar nicht für meine Bedürfnisse.

Dass Nokia 1800 kann eigentlich das was ein Handy können muss, man kann damit super telefonieren, es hat einen unvergleichbar guten Empfang, so dass man nur selten Netzschwierigkeiten hat. Hat man einen Notfall, so muss man sich beim Nokia 1800 eigentlich keine Gedanken darüber machen ob der Akku vielleicht leer ist, da das im Normalfall nicht passieren kann. Es braucht alle 14 Tage vielleicht mal ne Steckdose, die Akkusleistung ist wirklich unschlagbar.

Eine Sache habe ich allerdings nie so wirklich verstanden, für was braucht ein Mobiltelefon eine Taschenlampe? Ja, ihr lest richtig, im Nokia 1800 ist eine Taschenlampe integriert.

Die Lösung bekam ich dann heute serviert.

Unsere Nachbarn sind im Urlaub und somit haben wir für diesen Zeitraum die Patenschaft von Jupps Flugenten übernommen. Die drei sind pflegeleicht, eigentlich ganz lieb und sehr anhänglich. Morgens lässt man sie einfach aus ihrem Verschlag und Abends gehen sie schon von alleine wieder rein, so dass man die Tür nur noch schließen muss und nicht noch damit beschäftigt ist sie einzufangen.

Auch heute Abend waren sie alle drei in ihrem Verschlag, aber mit ihnen noch ein ungebetener Gast: eine Taube, die für ordentlich Unruhe sorgte, da sie ständig gegen die Glasscheibe flog. Irgendwann gab die Taube es zwar auf durch die geschlossene Scheibe zu flüchten und legte sich einfach auf den Heuboden neben die Enten, dem guten alten Wilhelm allerdings gefiel das so gar nicht und war immer noch sehr unruhig.

Also versuchte ich die Taube aus dem Verschlag zu vertreiben, was allerdings nicht so einfach war, da ich in der Tür stehen bleiben musste, weil Wilhelm allgemein keine Eindringlinge mag und jedesmal fauchend auf mich zukam, wenn ich auch nur einen Fuß in die Tür setzte. Dass ich ihm und seinen zwei Mädels, auf die er sehr gut aufpasst und sie verteidigt, nur helfen wollte das kapierte er wohl nicht.

Zwischenzeitlich war es dann auch schon ziemlich dunkel und im Verschlag konnte man nicht mehr so gut sehen, vor allem die Taube nicht, denn die hatte ja im Gegensatz zu den Flugenten kein weißes Gefieder.

Ich entschloss mich also eine Taschenlampe zu holen, damit ich noch was sehe. Im Haus merkte ich dann schnell, dass ich die kleine Mag-Lite nicht finden konnte und die große Mag-Lite nicht mehr ging – hmpf…

Da kam mir mein Nokia 1800 in den Sinn und so begab ich mich mit dem Handy zurück zum Schuppen. Dort schaltete ich die Taschenlampe an, nahm mir einen langen Stiel und konnte nun die Taube vorsichtig damit anschupsen, dass sie wieder in Bewegung kam, leuchtete ihr mit der Taschenlampe den Weg und schwups war sie draußen.

Wilhelm konnte sich nun zufrieden zu seinen Mädels legen, so dass sie morgen alle drei wieder ausgeruht sind, wenn es auf zu neuen Abenteuern geht.

Wilhelm die Flugente

Wilhelm, der auch gerne mal Willi gerufen wird, hat übrigens ein ganz besonderes Verhältnis zu seinem Besitzer. Noch Anfang des Jahres gab es auf dem Grundstück mindestens mal zwei Hand voll Flugenten, die eigentlich bereits zu Weihnachten im Bräter landen sollten.

Allerdings gab es ein kleines Problem, die Flugenten kamen nämlich irgendwie zur falschen Zeit in die Mauser und somit konnte man sie nicht rupfen… Also wurde der Zeitpunkt des Grauens verschoben und die Schlachtungen wurden für Ostern geplant.

Da Jupp und seine Frau aber nicht alle Flugenten alleine essen konnten, entschlossen sie sich alle bis auf eine zu verkaufen. Angereist kam ein Flugenten-Fan, der sie nicht zum Schlachten sondern für sein Hobby kaufen wollte. Das fand Jupp natürlich toll und somit nahm der Hobby-Flugenten-Fan das Rudel mit.

Übrig geblieben war nun nur noch Wilhelm, der einsam und allein über die Wiesen schlenderte und auf seinen großen Tag als Osterbraten wartete. So vergingen die Tage, Jupp und Wilhelm gingen viel spazieren, was wirklich immer wieder ein rührender Anblick ist. So verging Ostern und noch einige Wochen danach, bis dann plötzlich zwei weitere Flugenten auf dem Grundstück saßen.

Wilhelm sei so einsam gewesen, deshalb habe man ihm zwei neue Freundinnen dazu gekauft.

Nun sind alle glücklich, Jupp weil er seinen Wilhelm noch hat und Wilhelm weil er zwei neue Mädels und seinen noch Jupp hat.






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