Mittwoch , 13 Dezember 2017
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Lästige Weihnachtsgeschenke entsorgen


Dass man zu Weihnachten nicht immer das geschenkt bekommt was man sich wünscht ist hinreichend bekannt, so haben Online-Aktionshäuser wie ebay gerade in der Nachweihnachtszeit Hochsaison, hier wird versucht mit den unliebsamen Geschenken schnelles Geld zu machen. Andere machen das schon etwas geschickter und tauschen ihre Geschenke gegen bessere ein, so gibt es Gewinnspiele, wo das schrecklichste Geschenk geehrt wird und bei dem aus einer Rolle Toilettenpapier eine Playstation 3 wird.

Dann gibt es aber auch die Geschenke, die sich vor allem Kinder nur allzu gern zu Weihnachten wünschen, was die Eltern auch gerne erfüllen, die aber schon nach kurzer Zeit zu einer lästigen Verpflichtung werden, auf die keiner in der Familie mehr Lust hat: Haustiere!

So konnte ich noch an Heilig Abend morgens in einer Tierhandlung beobachten wie Eltern vor einem Meerschweinchen-Käfig standen und sich fragten wie sie dieses süße kleine Wesen denn nun am besten verpacken würden. Die Augen der Tochter leuchteten bestimmt noch am selben Abend, sicherlich auch noch die nächsten Tage und Wochen, während dieses kleine süße Meerschweinchen-Baby vor sich hinquietscht und zum kuscheln dient. In wenigen Wochen, wenn es draußen wärmer wird und die Natur dazu einlädt sie mal wieder etwas öfter zu besuchen, das kleine süße Meerschweinchen schon etwas größer ist, wird es anfangen in seinem viel zu kleinen Käfig zu vereinsamen und darf sich wenn überhaupt einmal die Woche über frisches Einstreu freuen zu dessem Zweck es vielleicht auch mal wieder hoch genommen wird.

Das kleine Kätzchen, welches an Weihnachten das schönste Geschenk war, wird schon in wenigen Wochen von der geplanten Hauskatze zur Freigangskatze, um die sich dann im besten Fall vielleicht die Nachbarn kümmern wo es hoffentlich ein behutsames neues Zuhause findet.

Und auch der süße kleine Welpe mit dem man die nächsten Tage, aber auch nur bis der erste Regen einsetzt, stolz und glücklich vor die Tür geht wird schon in wenigen Monaten zur Dauerlast. Bald schon wird er nämlich nicht mehr so lieb und klein sein sondern ein ausgewachsener Hund, der von seinen Besitzern Zeit und Aufmerksamkeit fordert. Bekommt er diese nicht fängt er an Schuhe und andere Gegenstände zu zerbeißen, wird unruhig und bellt und will selbst bei schlechtem Wetter vor die Tür. Und spätestens im Sommer, wenn man zum gemeinsamen Familienurlaub aufbrechen  will, wird der eh schon lästige Hund zum Problemfall. Den ungezogenen Köter, der trotz anfänglicher Hundeschule nicht hört und Sachen zerstört kriegt man nämlich nirgends unter und so wird auch er schon bald ein neues Zuhause finden irgendwo an einer Autobahnraststätte oder einem Baum im Wald gebunden. Mit viel Glück wird er vielleicht in einem Tierheim abgegeben mit dem Hinweis, dass sich das aggressive Tier nicht mit den Kindern im Haus vereinbaren lässt.

So geht es Jahr für Jahr, immer wieder die selben Geschichten! Während einige Tierheime bereits in der Zeit vor Weihnachten keine Tiere mehr vermitteln, sehen Tierhandlungen scheinbar immer noch das große Geschäft in der Vorweihnachtszeit. Und ich frage mich immer wieder ernsthaft warum manche Menschen, manche Eltern nicht bis über die Feiertage hinaus denken können. So ein Tier, ob nun ein Nager, ein Vogel, eine Katze oder gar ein Hund begleitet einen nicht nur bis Ostern sondern im besten Falle einige viele Jahre.

Die Liebe der Menschen ist oft an Bedingungen geknüpft, der Hund ist toll, wenn er hört und keine Probleme verursacht. Die Liebe eines Tieres hingegen ist bedingungslos und das aufrichtigste was man im Leben erfahren kann. Ein Tier, ein Hund liebt einen egal wie schlecht man zu ihm ist, ihm geht es nicht um Geld oder die neusten Trends, ein Hund liebt seinen Besitzer bedingungslos, ist für ihn da und beschützt ihn!

Die bedingungslose Liebe eines Tieres ist mehr wert als manche Liebe die man von einem Menschen entgegengebracht bekommt. So kann es doch nicht zu viel verlangt sein, dass ein Mensch sich vor Anschaffung eines Tieres mal Gedanken darüber macht, ob es ihm möglich ist dem Tier für die nächsten Jahre ein liebevolles Zuhause zu geben.

Für uns mag ein Tier nur ein Lebensabschnitt sein, aber für das Tier ist es das ganze Leben!






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5 Kommentare

  1. Hallöchen,

    also diese Weihnachten habe ich nur Geschenke bekommen, die ich auch wirklich gebrauchen kann und die mir sehr gut gefallen. Also dieses Jahr muss ich keine Weihnachtsgeschenke entsorgen :)

    Grüße

  2. In dem Beitrag ging es auch nicht wirklich um unbrauchbare Geschenke, sondern darum dass immer noch Tiere zu Weihnachten verschenkt werden, die dann nach einiger Zeit oftmals wieder ausgesetzt werden. Nicht nur versuchen Links zu streuen, auch mal lesen ;-)

  3. Klasse Artikel! Ich hoffe das öffnet einigen die Augen! Tiere haben auch Gefühle!

  4. Ich hoffe auch das es mal paar Leuten die Augen öffnet das ein Tier kein Geschenk sein sollte sollte jeder Erwachsene Mensch wissen. FÜr mich ist es nicht nachvollziehbar wie Erwachsene Menschen die so handeln selbst Kinder Großziehen können, das einfach eine Vernunft sache !

  5. Als Tierheimmitarbeiterin kann ich da ein Lied von singen. Nicht umsonst haben viele Tierheime über die Feiertage einen Vermittlungsstopp. Auch wenn es sich inzwischen eigentlich herumgesprochen haben sollte, dass man keine Tiere zu Weihnachten verschenken soll, tun es trotzdem noch viel zu viele.

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