Mittwoch , 13 Dezember 2017
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Ist GUT gut genug?


Ob man will oder nicht, irgendwie kommt man an den Testergebnissen der Stiftung Warentest so gar nicht mehr vorbei. Sei es Fernsehwerbung oder auf den Verpackungen im Supermarkt – überall liest man es “Stiftung Warentest: GUT“. Sehr oft noch mit dem Zusatz “Testsieger” kombiniert, damit auch ja jeder weiß, dass das Produkt im Vergleich das Beste auf dem Markt ist. Jedenfalls von denen die auch getestet wurden…

Was ich allerdings merkwürdig finde, dass sich die Leute, die Firmen, wer auch immer so enorm damit rühmen, vor allem die Testsieger. Oft sieht man in der Werbung zuplakatierte Wände, eine Testsieger-Auszeichnung nach der anderen und immer NUR als gut befunden.

Hat man denn heutzutage keinen Ansporn mehr mit “sehr gut” bewertet zu werden, reicht es wirklich allein Testsieger zu sein, auch wenn man eben nur gut ist und nicht sehr gut. Sollte es nicht eigentlich Ziel sein auf jeden Fall mit sehr gut abzuschneiden, egal ob man Testsieger wird oder nicht? Schließlich ist man mit dem guten Ergebnis ja auch nur Testsieger geworden weil es niemanden gab der eben sehr gut war…

Ich weiß nicht, also mir würde das persönlich nicht genügen. Seitest.de ist ja sowas ähnliches wie Stiftung Warentest, nur halt für Webseiten. Da kann man sich dann auch nach dem Test so ein Button mit dem Ergebnis auf seine Seite stellen. Ich habe mit 2,0 somit gut abgeschlossen, also absolut verbesserungswürdig und überhaupt kein Grund für mich über so einen Button nachzudenken. Mein Ziel und Ansporn ist immer sehr gut. So war es schon immer und so wird es auch bleiben.

Kurz vor meiner Abschlussprüfung damals habe ich von vielen Seiten Stimmen gehört “Bestehen ist alles! Alles andere ist unwichtig!” Ist das wirklich so? Für mich definitiv nicht und mir war klar, wenn ich nicht mit sehr gut bestehe, dann habe ich irgendwas falsch gemacht, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich machte mir unheimlichen Druck der mir deutlich anzumerken war. Meine Lehrer und Ausbilder waren sich einig: eine zwei, ein gut, sei auch gut. Ja gut, aber eben nicht sehr gut!

Ehrgeiz ist irgendwie eine Eigenschaft der Menschen, die in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Ehrgeizig sind die Menschen nur noch halbherzig. Warum auch sehr gut sein, wenn man schon mit einer schlechteren Leistung der Beste ist?

Einige werden jetzt bestimmt denken: Mein Gott, die armen Kinder! Bei so einer Mutter werden die wahrscheinlich unter solch enormen Leistungsdruck gesetzt, dem sie wahrscheinlich gar nicht stand halten können. Aber wer das nun denkt, der liegt absolut falsch! Natürlich werde ich meinen Kindern mit auf den Weg geben, immer das Beste aus sich rauszuholen, in Bereichen die ihnen liegen und die sie interessieren. Doch ihre Ziele müssen sie sich selbst stecken. Sie müssen selbst den Ehrgeiz haben etwas erreichen zu wollen. Der Ehrgeiz der Eltern reicht nicht aus um Ziele zu erreichen.

Das sieht man ja oft genug, vorwiegend in Amerika, wenn Mütter anfangen und ihre kleinen unschuldigen Kinder zu Models und Supertalenten machen wollen, ohne dass die Kinder dies wollen oder Spaß dran haben.

Ziele sind wichtig! Doch nur Ziele, die man sich selbst steckt kann man auch erreichen.

Bildquelle: http://images.amazon.com/






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