Samstag , 21 Oktober 2017
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GedankenMülleimer überfüllt


Den heutigen Abend möchte ich mal nutzen um so ein paar Gedanken los zu werden, Gedanken, die ich heute Mittag beim putzen hatte, Gedanken, die mich hin und wieder beschäftigen. Gedanken die mir eigentlich genauso gleichgültig sind wie sie mich ärgern. Ich habe mir heute lange die Frage gestellt ob ich diesen Beitrag wirklich schreiben soll oder ob ich es lasse, denn eigentlich schenke ich mit diesem Beitrag einer Person Gehör und Aufmerksamkeit, die mir mit ihrem Gejammer und Rumgepienze eigentlich sowas von egal ist, dass sie mich aber auch irgendwie schon wieder nervt. Eigentlich interessiert mich diese Person gar nicht, ich lese weder ihre Tweets bei Twitter, noch lese ich ihren Blog, ich schreibe sie nicht an, ich diskutier nicht mit ihr. Diese Person und ihr beschissenes Leben ist mir sowas von egal, dass ich mich echt frage, was die für ein Problem hat, dass sie scheinbar das Leben meiner Familie so interessant findet, dass sie sich ständig darüber auslassen muss. Ist mir grundsätzlich eigentlich auch völlig schnuppe, weil was interessiert mich die Meinung einer Person, die lediglich bei ihresgleichen Gehör findet. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen meine Meinung nun mal ganz öffentlich los zu werden, da ich diesen GedankenMüll nicht weiter mit mir rumschleppen möchte…

Vor kurzem hinterließ ich bei einer ganz lieben Blogger-Freundin ein Kommentar zum Thema wie privat ein Blog sein sollte

Heute wurde mir dann erzählt, dass diese bestimmte Person sich wohl bei Twitter darüber ausgelassen hat nach dem Motto, sich aufregen, dass man im Internet gemobbt wird, aber es selbst bei anderen tun. Wie bereits erwähnt, die Person ist mir so schnurz piep egal, sie aber bildet sich ein ich würde sie mobben und bestalken. Fakt ist mal, dass sie nicht die geringste Ahnung hat wovon sie eigentlich redet.

Wenn ich mich beispielsweise auf meinem Blog ständig über Ausländer auslasse, dann darf ich mich nicht wundern, wenn man mich als Nazi beschimpft – das ist dann kein Mobbing, sondern sehr ehrliche Kritik.

Wenn ich mich über Menschen lustig mache, die in Armut lebe und dazu schreibe, was ich mir wieder alles tolles neues geleistet habe darf ich mich nicht wundern wenn mich jemand als arroganten Snob beschimpft – das ist kein Mobbing , sondern sehr ehrliche Kritik.

Wenn ich mich im Internet überglücklich darüber auslasse, dass ich mir ein neues Netbook gekauft habe von den Steuervergünstigungen, die mir für mein behindertes Kind zustehen, darf ich mich nicht wundern, wenn andere diese Vorgehensweise in Frage stellen und das kritisieren – das ist kein Mobbing, sondern sehr ehrliche Kritik.

Wenn ich nach außen die arme Mama spielen möchte mit einem Kind dass 24 Stunden am Tag meine 100%ige Pflege und Unterstützung benötigt mich aber auf der anderen Seite ca. 14 Stunden am Tag voll aktiv in diversen Social Networks im Internet rumtreibe, dann brauch ich mich nicht wundern, wenn mich andere als verantwortungslos hinstellen und den tatsächlichen Pflegebedarf meines Kindes in Frage stellen – das ist kein Mobbing, sondern sehr ehrliche Kritik.

Wenn man mit Kritik allerdings nicht umgehen kann und jeden als arrogant, Behinderten feindlich und als Stalker beschimpft, der nicht mit der eigenen Meinung konform ist, dann sollte ich es vielleicht zukünftig einfach lassen über mich, mein Leben und meine Meinung im Internet zu schreiben. Vielleicht sollte ich auch in meinen Profilen dazu schreiben, dass man nur bei mir kommentieren darf und sich zum Thema äußern darf, wenn man eben der gleichen Meinung ist. Egal was man schreibt und macht, es gibt IMMER Menschen, die anderer Meinung sind wie man selbst, wenn man das nicht akzeptieren kann, dann sollte man sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Um zum Thema stalken und mobben zurück zu kommen. Wenn das was ich oben als Beispiele aufgeführt habe stalken ist, wie nennt man es dann wenn über Wochen bei einer schwangeren Frau deren Vater im sterben liegt ununterbrochen nachts Telefonterror betrieben wird, wenn diese Frau Fotos von ihrem Haus geschickt bekommt, die bei Nacht geschossen wurden mit dem Hinweis “Wir wissen wo wir dich finden”, wenn man ihr anonyme Mails schickt mit der Frage wie es der kleinen behinderten Missgeburt denn geht, da man gelesen hat, dass es in der Schwangerschaft wohl nicht so gut läuft, wenn man nachts die Fensterscheiben eingeworfen bekommt und und und…. Das ist Stalking meine Liebe!!! Und gegen das alles kannst du vor Gericht nicht mal vorgehen, wenn du nicht zu 100% beweisen kannst von wem es kommt. Und du willst tatsächlich irgendwelche Leute anzeigen, nur weil sie sagen: Kümmer dich mal gescheit um dein Kind? Viel Erfolg wünsch ich dir dabei!

Dein Kind tut mir wirklich leid, denn dein Kind ist nicht nur gehandicapt, nein dank dir ist es sogar behindert. Denn du, ganz allein DU hinderst dein Kind daran ein für seine Verhältnisse normales Leben zu führen. Du stellst tagtäglich die Behinderung deines Kindes in den Mittelpunkt , bringst ihm bei zu jammern und die Welt und die Bürokratie als unfaire Hindernisse zu sehen. Du allein bist das größte Hindernis für dein Kind, denn du hinderst dein Kind daran sein Handicap zu akzeptieren und damit zu leben. Wenn es zwei Dinge gibt, die “behinderte” Menschen wirklich NICHT wollen, dann ist es zum einen Mitleid und zum anderen anders behandelt zu werden. Diese Wünsche werden, wenn du so weitermachst, für dein Kind unerfüllt bleiben, denn mit dem was du tust erbettelst du dir und ihm ununterbrochen Mitleid und verlangst von deinen Mitmenschen und den Behörden dass sie ihn bevorzugt behandeln.

Freue dich doch einfach mal und sei dankbar dafür, dass er lebt und dass es ihn gibt. Es hätte auch anders kommen können. Sei froh, dass du in einem Land lebst, wo die Medizin mittlerweile so weit ist, dass dein Kind diese Geburt überlebt hat, in anderen Ländern wäre er daran sehr wahrscheinlich gestorben. Sei froh, dass du in einem Land wohnst, wo die Ärzte und Kassen weder Kosten noch Mühen gescheut haben um deinem Kind ein Leben zu ermöglichen. Oder wäre es dir lieber gewesen wenn die Ärzte zu dir gekommen wären und gesagt hätten: Liebe Frau, ihr Kind hat Blutungen im Gehirn und ist in Lebensgefahr. Das Leben ihres Kindes zu retten bedeutet allerdings einen Mehraufwand für die Ärzte und das kostet sie eine Zuzahlung. Was sollen wir machen? Möchten sie diese Zuzahlung leisten?






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5 Kommentare

  1. Du bist ja süß :) Ich hoffe, dir geht es jetzt etwas besser, wo du alles rausgelassen hast :D Also ich kann nur sagen, dass man sich nicht zu sehr aufregen sollte. Lass die anderen ihr Leben leben und versuche du, es besser zu machen. Das ist mein Motto. Alles Liebe :-*

  2. Danke, aber ehrlich gesagt, ich rege mich darüber gar nicht auf. Ich hoffe nur inständig für dieses Kind, dass die Mutter es irgendwann mal begreift, was sie ihrem Kind eigentlich antut.

  3. Wenn da schon so viel passiert ist, dann ist es dafür meist zu spät.

  4. Durch Mr.Zufall bin ich auf deinen Blog gestoßen und kann nur sagen: “Danke für diesen Beitrag!” Du sprichst genau das an, worüber sich viele überhaupt keine Gedanken machen – ich teile absolut deine Meinung und werde sicher mal wieder vorbei schauen.

    Diese Frau wird es wohl nie lernen. Dazu müsste man Dinge eingestehen und sich verändern. Doch um sich zu verändern, gehört – sich zu bewegen. Die Welt mit anderen Augen sehen. Für mich ist die Welt bunt – weil ich sie bunt mache :)

    Lieben Gruß
    Gabi

  5. Hallo Gabi, willkommen im GedankenMüll und vielen Dank für Dein Kommentar.
    Ich befürchte leider auch, dass sie es wohl nie lernen wird.

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