Samstag , 21 Oktober 2017
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Bewerbungsmarathon


Gestern unterhielt ich mich per Kommentar, zwar völlig ab vom Thema, darüber  wo ich schon überall gearbeitet habe und wo mich meine einzelnen Bewerbungsgespräche damals so hingeführt haben. Als Hotelfachfrau war und ist es mir wichtig viele verschiedene Erfahrungen in meinem Beruf zu sammeln und das an möglichst vielen verschiedenen Orten. So kam es öfter vor, dass ich mich einfach Blind auf irgendwelche Stellen in einer mir fremden Stadt beworben habe um meinen Horizont zu erweitern.

Bild: www.hamburg.de

Mein witzigster und zugleich am meisten in der Erinnerung haftender Bewerbungsmarathon war wohl der, als ich das erste Mal plante mich ab in den Norden zu machen. So nahm ich als Mittelpunkt meiner Überlegungen Hamburg und schaute mir auf diversen Internet-Jobbörsen und auch im Netz in Hamburg Hotels verschiedener Kategorien an, um hier zum einen geeignete Jobangebote und zum anderen mögliche Hotels für eine eventuell nötige Übernachtung zu finden. Natürlich ließ ich auch das Umfeld von Hamburg nicht aus, denn ich war mir noch nicht zu 100% schlüssig ob ich wirklich in einem Businesshotel in Hamburg oder in einem schönen Wellnessresort irgendwo direkt am Strand arbeiten wollte. Nach ein paar Bewerbungen und einigen Tagen Wartezeit hatte ich dann meine Termine zusammen , an einem Tag zwei Gespräche in Hamburg und am Folgetag noch eins in Lübeck. Nun konnte ich meinen Trip planen und ausführen.

Mit der Bahn fuhr ich also nach Hamburg, der Zeitplan war knapp. Das Hotel wo ich meinen ersten Termin hatte lag laut Routenplaner ca. 8 Minuten vom Bahnhof Altona entfernt. Die Zeit die mir zwischen der geplanten Ankunft und dem Termin blieb waren exakt 15 Minuten, was eigentlich locker hätte reichen müssen, wenn da nicht dieses kleine Problem gewesen wäre… Denn erst als ich in Hamburg ankam bemerkte ich, dass die Ankunftszeit auf meinem Ticket die Ankunftszeit vom HBF war. So fragte ich den Schaffner, wann den der Zug in Altona ankäme – in 15 Minuten! Shit! Mein Zug kommt also genau dann in Altona an wenn auch wein Termin beginnt, mein Termin ist aber noch 8 Minuten vom Bahnhof entfernt. Spätestens jetzt war ich froh, dass ich mich schon Zuhause, auf Grund der kurzen Zeitabstände, gegen einen Mietwagen und für diverse Taxifahrten in Hamburg entschieden habe. Ein Taxi war auch schnell ausgemacht, der Fahrer bot mir sogar noch sein Handy an, damit ich im Hotel anrufen könne um meine Verspätung durchzugeben, da mein Handy wie immer mal wieder leer war. Leider aber habe ich vor lauter Stress die Adressunterlagen vom Hotel im Zug liegen lassen, so dass ich auch nicht die Nummer dabei hatte. Zum Glück kannte der Fahrer wenigstens das Hotel, so dass wenigstens er wusste wo wir hin müssen. Nun aber Vollgas, wir mussten Zeit aufholen. Das funktionierte auch ganz gut, bis uns auf dem Weg zum Hotel eine Strassensperre in den Weg kam und uns dies nochmals einen Umweg und eine Verspätung von einer weiteren halben Stunde bescherte.

Mit 40 Minuten Verspätung dann endlich im Hotel angekommen musste ich nun auf die Personalleiterin warten, da diese zwischenzeitlich schon nicht mehr mit mir gerechnet hatte. Das ganze dauerte dann nochmal geschlagene 20 Minuten, so dass mein Vorstellungsgespräch mit insgesamt einer Stunde Verspätung endlich begann.

Während des Gesprächs wurde ich schon langsam nervös, denn zwischen den beiden Terminen in Hamburg lagen lediglich zwei Stunden Zeit für mich. Da mein erstes Gespräch sich ja nun schon um eine Stunde verschoben hatte, lag also nur noch eine Stunde dazwischen. Da das zweite Hotel wiederum 20 Minuten vom ersten entfernt lag, durfte das Gespräch also maximum eine halbe Stunde dauern um wenigstens zum zweiten Termin pünktlich zu kommen. Wir ihr euch sicherlich denken könnt ging der Plan nicht so ganz auf. Das Gespräch nämlich dauerte geschlagene 2 Stunden, da die Personalleiterin trotz meiner Verspätung großes Interesse an mir hatte. Auch ich wollte das Gespräch nicht abbrechen, da das Hotel mein geheimer Favorit war.

Die Fahrt dann zum nächsten Termin lief komplikationslos, dennoch kam ich 1,5 Stunden zu spät. Aber auch das Gespräch verlief trotz der blöden Umstände sehr gut, so dass ich mir abends noch beruhigt und entspannt die Stadt anschauen konnte, bevor ich dann völlig müde abends in meinem Hotelzimmer, was im Übrigen die reinste Bruchbude war, ins Bett fallen konnte. Ich wählte dieses Hotel zum Übernachten übrigens nur, weil es gegenüber vom Bahnhof war und es ja am nächsten Morgen direkt weiter nach Lübeck ging um mich für eine neues Hotel direkt am Strand von Travemünde vorzustellen. Dieser Tag verlief glücklicherweise voll nach Plan und ohne jegliche Hindernisse oder Komplikationen und endete mit der Erkenntnis dass ich das Hotel in Travemünde zu meinem neuen Favoriten erklärte.

Wieder Zuhause angekommen hieß es dann erst mal abwarten. Doch der Zeit- und auch Kostenaufwand von knapp 350 Euro, die mich dieser Bewerbungstrip kostete, hatte sich gelohnt, denn von allen drei Hotels erhielt ich eine Zusage. Entschieden habe ich mich dann allerdings für ein überraschendes Angebot aus Kitzbühel.






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2 Kommentare

  1. Du hast nicht nur einen Bewerbungsmarathon hingelegt, sondern heute auch einen Artikelmarathon! :D Alle Achtung!

  2. Ja wenn die Kinder schlafen hat man Zeit für so Sachen ;-)

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