Sonntag , 20 August 2017
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Banken sind doch alle gleich


Also ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich gehöre zu den Menschen, die man meist eigentlich nur im fortgeschritteneren Alter findet, die am liebsten ihr komplettes Geld Zuhause bunkern würden. Keksdosen, große Kaffeetassen und vor allem alte Ravioli-Dosen eigenen sich hierfür besonders gut. Schön finde ich es immer wieder, wenn ich irgendwo ein Scheinchen versteckt habe, nicht mehr daran denke und ein paar Wochen später auf der Suche nach einem Stift oder etwas anderem total banalen plötzlich über diesen Schein stolpere. Das nenne ich mal einen positiven Überraschungseffekt, den ich auf eine Bank eher nicht erlebe. Aufs Konto schau ich drauf, sehe mein Guthaben und wenn ich kurz drauf an den Automat gehe um Geld zu holen ist auch meist nur genau das verfügbar, was ich vorher auf meinem Auszug bereits begutachten konnte.

Überraschung erlebt man auf Banken aber auch, und das meist sogar regelmäßig. Bei mir finden diese Überraschungen grundsätzlich am Quartalsende statt. Zwar heißt es in den Aushängen und in der Werbung immer kostenloses Girokonto, schaut man sich allerdings mal das Kleingedruckte an versteht man dann auch warum zum Quartalsabschluss so horende Summen zusammenkommen. So setzen sich die Beträge aus der Kontoführungsgebühr und den einzelnen Überweisungen zusammen. Kostenlos sind die meisten Konten nämlich erst ab einem gewissen monatlichen Durchschnittsguthaben. Aber auch zwischendurch kosten Banken immer wieder und ständig Geld, sei es an einem Fremdautomat, weil die eigene Bank in der anderen Stadt nicht verfügbar ist oder aber auch mal wegen einer Rücklastschrift…

Bunker ich mein Geld Zuhause, wird mir die Ravioli-Dose bestimmt keine Nutzungsgebühr am Quartalsende in Rechnung stellen.

Ähnlich verhält es sich ja bei dem Thema günstige Kredite. Ständig hat man irgendwelche Angebote im Briefkasten “Kredite schon ab 3,5% effektiven Jahreszins”… Wow, toll! Bestimmt rennt da der ein oder andere gleich zur nächsten Bank um sich das Geld abzuholen. Lässt man sich dann auf der Bank das Angebot ausrechnen, ist man meist schon bei einem effektiven Jahreszins um die 10%. Das crasseste was mir vor Jahren mal passiert ist, war als Kalliey und ich in unser erstes gemeinsames Haus zogen in dem noch unendlich viel zu tun war. Ich nahm also einen Kredit über 22.500 Euro auf, um Fußböden zu verlegen, das Haus zu tapezieren und zu streichen, einen Zaun ums Grundstück zu ziehen und eine Küche zu kaufen. Zu den Zinsen gesellte sich noch eine Arbeitslosen- und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie eine Restschuldversicherung für den Todesfall, ohne die ich den Kredit damals nicht bekommen hätte. Summa summarum hatte ich insgesamt am Laufzeitende über 36.000 Euro an die Bank zurückgezahlt. 14.000 Euro mal einfach son in den Wind geschossen. Wenn ich mir überlege, was man sich davon hätte alles kaufen können. Nun gut, das ist mir auch nur einmal passiert, den einen solchen Fehler macht man mit Sicherheit kein zweites Mal.

Und wenn man dann in den Medien hört, dass Banken insolvent gegangen sind, dann fragt man sich doch ernsthaft, was die mit dem Geld eigentlich machen… Finanzieren sich die Vorstände der Banken von dem Geld regelmäßig ihre jährlichen Familienurlaube oder gar ihre regelmäßigen Bordellbesuche? Man könnte es fast meinen…

Ich für meinen Teil könnte auf Banken und dem damit verbundenen Konto echt verzichten. Aber leider ist man ja ohne ein Girokonto in der heutigen Zeit komplett aufgeschmissen, da Bargeschäfte mehr als unüblich geworden sind, was wahrscheinlich auch damit zusammenhängt, weil es auf diesem Weg etwas schwieriger für manch einen ist am Fiskus vorbei zu arbeiten, da alle Geldein- und Ausgänge nachvollziehbar sind.






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3 Kommentare

  1. Also ohne mein Plasikkärtchen möchte ich irgendwie nicht mehr Leben. Und ohne meinen, viel zu teuren, Dispo auch nicht. Das die Banken alle Samt Halsabschneider sind, sollten wir ja seit der Wirtschaftskrise mitbekommen haben. Aber ohne gehts nun leider nicht. Und wenn ich nicht ab und zu mal ein paar Euro in die Miesen gegangen wäre, wäre ich in der Vergangenheit öfter mal aufgeschmiessen.
    Man muss sie nicht Mögen, aber man brauch sie nicht.

  2. Ups Typo, Man brauch sie nätürlich ;)

  3. Ich hab mal wo gelesen, dass es mit Banken folgendermaßen abläuft:

    Banken geben Dir einen Schirm in die Hand – und wenn es zu regnen anfängt, dann wollen sie ihn umgehend zurückhaben!

    Da ist was dran!

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